Umbruch innerhalb weniger Jahre

Interaktive Karte: Das sind die Neubauten auf dem Campus der Uni Kassel

Kassel. Innerhalb weniger Jahre hat der Campus der Universität Kassel sein Gesicht verändert. Wir werfen einen Blick auf die Baustelle.

Wer schon ein paar Jahre nicht mehr auf dem Gelände der Universität Kassel am Holländischen Platz war, der wird aus dem Staunen kaum herauskommen: Der Campus ist seit 2012 enorm gewachsen. Mit der Bebauung des ehemaligen Gottschalkgeländes im Norden hat sich die Hochschule flächenmäßig nahezu verdoppelt. 

Direkt neben dem alten Campus mit seiner verwinkelten Klinkerarchitektur sind zahlreiche moderne Neubauten entstanden, allen voran das riesige Campus Center an der Moritzstraße. Darin sind die dringend benötigten Hörsäle und Seminarräume geschaffen worden. Die Hochschule, deren Studentenzahlen in den vergangenen Jahren rasant gestiegen sind, hat lange unter Platzmangel gelitten und lagerte in der Not sogar Lehrveranstaltungen in Kinosäle und eine Kirche aus. Hatte die Uni vor zehn Jahren knapp 17 000 Studenten, sind es heute mehr als 24 000. Die bauliche Erweiterung ist Konsequenz dieses Wachstums. 

Das Studentenwohnheim Max-Kade-Haus und der Science Park, der aus Kassels Gründerszene schon nicht mehr wegzudenken ist, waren weitere Meilensteine der Campusentwicklung. Zuletzt ist im Frühjahr der Neubau für den Fachbereich Architektur, Stadt- und Landschaftsplanung fertig geworden. Als Nächstes soll im November das Selbstlernzentrum in Betrieb gehen. In keine Baustelle der Stadt ist in den vergangenen Jahren so viel Geld geflossen wie in den Campus. Seit 2006 sind 226 Millionen Euro aus verschiedenen Töpfen von Bund, Land und aus dem Uni-Haushalt in den Ausbau der Hochschule gesteckt worden, davon 126 Mio. aus dem Hochschulbauprogramm „Heureka“. Weitere 100 Mio. Euro aus dem Heureka-Budget werden bis 2020 für derzeit im Bau oder in Planung befindliche Projekte verausgabt. 

Anders als ursprünglich kalkuliert, kann der Umzug der Naturwissenschaften nicht mehr davon finanziert werden. Sie sollen vom Uni-Standort in Oberzwehren auf den zentralen Campus verlegt werden. Für das Vorhaben sind nach derzeitiger Kalkulation nochmals 225 Mio. Euro nötig. Der erste Bauabschnitt ist inzwischen gesichert: Das Land hat der Uni zusätzliche 100 Mio. Euro aus dem zweiten Heureka-Paket zugesagt. Der Campus-Nord bleibt also Baustelle: Im Idealfall könnten 2019 die Bagger für den ersten Neubau der Naturwissenschaften anrücken.

Hier finden Sie eine interaktive Karte mit allen Gebäuden auf dem Campus.

Baustelle Uni-Campus

Etappenziel erreicht: Baustelle Uni-Campus kommt voran

Rubriklistenbild: © Schachtschneider

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