Ohne Angabe von Gründen

Leiter des Bombardier-Lokwerks Kassel, Steffen Riepe, geht

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Steffen Riepe

Kassel. Der langjährige Leiter des Bombardier-Lokwerks in Kassel, Steffen Riepe, verlässt das Unternehmen zum Ende des Monats. Gründe nannte er am Freitag nicht.

Das teilte der 52-Jährige Maschinenbau-Ingenieur der überraschten Belegschaft am Freitag im Rahmen einer turnusgemäßen Betriebsversammlung mit. Angaben zu den Gründen machte er nicht. Für eine Stellungsnahme war Riepe nicht zu erreichen.

Riepe stammt aus dem Landkreis Friesland, studierte in Kassel und fing 1991 bei dem Bombardier-Vorgängerunternehmen ABB Henschel an. Seit 15 Jahren ist er Werkleiter. Er hat maßgeblich an der Modernisierung des Werks mitgewirkt und einen großen Anteil am Erfolg der aus Kassel stammenden Lokfamilie Traxx, die bei zahlreichen staatlichen und privaten europäischen Bahnbetreibern eingesetzt wird.

Ob es einen Nachfolger für Riepe geben wird oder der neue Bombardier-Lokchef Albert Bastius, dessen Dienstsitz Kassel ist, die Aufgabe mit übernimmt, ist noch unklar. Der 49-Jährige, der von der Deutschen Bahn kommt, ist ein anerkannter und erfahrener Bahntechnik-Experte.

Das traditionsreiche Werk in Kassel war im Frühjahr in die Schlagzeile geraten. Das zwischenzeitlich ausgewechselte Management in Berlin plante die komplette Abwicklung des Standorts und die Verlagerung der Produktion ins italienische Schwesterwerk Vado Ligure. Dank des geschlossen Widerstands von Belegschaft, Betriebsrat und Gewerkschaft sowie der Unterstützung durch die Region und der Kunden gelang es, das Werk zu erhalten.

Seinen Mitarbeitern riet Riepe am Freitag optimistisch nach vorn zu schauern. Die Ausgangsposition sei gut. Damit meint Riepe die gute Auslastung für die kommenden zwei Jahre und eine solide Grundauslastung für die Zeit danach. Wie berichtet, liefert das Werk in diesem Jahr 111 Loks aus, 2017 ähnlich viele und 2018 noch mehr aus.

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