Uni: "Falscher Alarm manuell ausgelöst"

Steinmeier-Vortrag an Uni Kassel endet mit Feueralarm - Polizei ermittelt

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Steinmeier-Vortrag an Uni Kassel endet mit Feueralarm

Kassel. Etwa 1000 Zuhörer waren gekommen, um Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier an der Uni Kassel zu hören. Kaum begann nach seinem Vortrag die Diskussion, da übertönte ein ohrenbetäubender Feueralarm alles.

Die Hörsäle mussten am Freitagvormittag geräumt werden. Unter großem Applaus wurde der Außenminister von seinen Sicherheitsleuten nach draußen geführt.

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Zuletzt aktualisiert um 14.20 Uhr

Steinmeier ist danach in die Kasseler Innenstadt zum Fridericianum gefahren. Dort bekam er eine Führung. Am Friedrichsplatz und in den Seitenstraßen standen zahlreiche Polizeiwagen. Die Stimmung sei angespannt, nachdem der Uni-Vortrag wegen eines Feueralarms abgebrochen wurde. Das berichtete unsere Reporterin bei Kassel-Live.

Die Uni selbst schrieb nach dem Abbruch der Diskussion bei Facebook, dass es sich um einen "manuell ausgelösten falschen Feueralarm" handelte und sprach von einer "unschönen Aktion". Das Uni-Gebäude sei mittlerweile wieder frei gegeben.

Polizeisprecher Matthias Mänz bestätigte am Mittag, dass der Feueralarm an der Uni Kassel, während des Vortrags von Frank Walter Steinmeier, mutwillig ausgelöst worden sei. Die Polizei habe die Ermittlungen in diesem Fall aufgenommen, da es sich um einen Verstoß gegen die Notrufnutzung handele. Bislang gibt es aber noch keine Hinweise, so Mänz.

Frank-Walter Steinmeier zu Besuch in Kassel

"Ärgerlich und schade"

„Das ist äußerst ärgerlich und schade“, bedauerte der Präsident der Universität Kassel, Prof. Dr. Reiner Finkeldey. „Eine Universität ist ein Ort der rationalen Auseinandersetzung. Auf einen intensiven Dialog im Anschluss an die hochinteressanten Ausführungen des Außenministers hatten sich die Studierenden, die Gäste und sicherlich auch Herr Steinmeier gefreut. Darum sind sie nun gebracht worden.“

„Eine offene Diskussion mit dem Außenminister zu führen, wäre sicherlich spannend gewesen“, sagt Natalia Franz, die Vorsitzende des AStA. „Interessierte Studierende um diese Diskussion und kritische Fragen zu bringen, ist nicht der richtige Weg, Kritik zu äußern.“

Zum Nachhören: Steinmeier in Kassel

Eine Reportage über den Kassel-Besuch lesen Sie am Samstag in der gedruckten Ausgabe.

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