Neues Lärmschutzkonzept

Umsonst und draußen - das Mind the Gap ist zurück

+
Freuen sich, dass es endlich wieder mit dem Mind the Gap losgeht: Marc Ratke (von links), Marcel Klier, Anatol Rettberg und Sven Grau aus dem Schlachthof-Team.

Nord-Holland. Nach drei Jahren Pause geht das Festival im Nordstadtpark in die vierte Runde. Seit Donnerstag ist der Aufbau in vollem Gange.

Ein Festival für die Menschen der Stadt, für jedermann, ganz ohne Eintritt und ohne Zäune. Das war die Idee, die vor beinahe sieben Jahren im Kulturzentrum Schlachthof geboren wurde und die im Sommer 2010 unter dem Titel „Mind the Gap“ im Nordstadtpark Premiere feierte.

Am Donnerstag starteten nun nach dreijähriger Pause die Aufbauten für die insgesamt vierte Auflage des Festivals. Während die ersten Getränkewagen auf die Wiese des Nordstadtparks rollten, machte sich das Technik-Team daran, das Bühnen-Equipment mit dem Mischpult zu verkabeln. Die Essenswagen und die Toiletten folgen am Freitag, bevor es um 18.15 Uhr mit der ersten Band losgeht.

Neues Lärmschutzkonzept

Die Gründe für die Auszeit lagen zum einen in der Finanzierung und den personellen Kapazitäten und zum anderen in der Lärmproblematik, erklärt Marcel Klier, einer der Organisatoren des diesjährigen Mind the Gap. Anwohner und nicht zuletzt das nahe gelegene Klinikum beschwerten sich damals über die penetrante Beschallung aus dem Nordstadtpark.

Hierfür habe man Lösungen gefunden, so Klier. Zunächst stehe die Bühne nun mit der Rückseite zum Klinikum, wodurch dieses nicht mehr frontal beschallt werde. Darüber hinaus habe man ein vom Ordnungsamt geprüftes Lärmschutzkonzept entwickelt, in dem die Technik darauf ausgelegt sei, dass der Klang aus den großen Boxen jetzt flacher und konzentrierter auf die Wiese des Parks ausgestrahlt werde.

Ansonsten seien die Veranstalter dem Ursprungskonzept treu geblieben. Neben Firmen aus der Region, die für den Aufbau engagiert wurden und zahlreichen Sponsoren aus der Umgebung, werde vor allem Wert auf lokale Gastronomie gelegt. Über das Essens- und Getränkeangebot, so Klier, refinanziere sich das Festival auch weitestgehend. Ohne diese Einnahmen könne das Open-Air nicht stattfinden.

Das Wetter stimmt

Da das Wetter auch am Wochenende noch sommerlich bleiben soll, seien die Initiatoren zuversichtlich, dass die Festivalwiese voll wird. Bei der letzten Ausgabe 2012 seien etwa 8000 Besucher da gewesen. Ganz so viel würden es dieses mal vermutlich nicht, denkt Klier. Dafür sei das Festival nun zu lange weg gewesen. „Wir rechnen mit etwa 2500 Zuschauern pro Tag.“

Sollte das neu aufgelegte Mind the Gap ein Erfolg werden, wolle man in jedem Fall weiter machen. Wann und in welcher Form, werde sich dann zeigen.

Mind-the-Gap-Festival in Kassel

Impressionen vom ersten Tag des Mind the Gap-Festivals

fotos

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren: Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.