Kosten liegen bei 25.000 bis 40.000 Euro

Verein Mr. Wilson plant Skate-Anlage für den Nordstadtpark

Ein Pool zum Skaten: So sieht die Skatebowl in der Halle von Mr. Wilson aus. Ein ähnliche Anlage soll, so die Idee des Vereins, unter freiem Himmel im Nordstadtpark entstehen. Foto: Benni Götte/nh 

Kassel. Der Kasseler Skateboardverein Mr. Wilson möchte im Nordstadtpark eine Skate-Anlage installieren. Geplant ist, in Kooperation mit dem Kulturzentrum Schlachthof eine sogenannte Skatebowl am Rande der Grünanlage zu bauen. Das ist eine schüsselartig in den Boden eingelassene Anlage - wie ein speziell geformter Pool, nur ohne Wasser. Darin können Skater Achten fahren oder Sprünge machen.

Im Ortsbeirat Nord-Holland, wo die Initiatoren das Vorhaben vorgestellt haben, stieß die Idee auf Anklang. Nun soll mit dem Umwelt- und Gartenamt ein geeigneter Standort gesucht werden. Zudem werden noch Sponsoren gesucht. Die Kosten für die Anlage beziffert der Skateboardverein auf 25.000 bis 40.000 Euro.

Im Nordstadtpark gibt es zwar alte Rampenelemente für Skater. Auf denen könne man aber nicht mehr fahren, sagt Matthias Weiland vom Mr.-Wilson-Vorstand. So sei aber die Idee entstanden, in dem Park ein neues Angebot für Skater aufzubauen.

Skatebowls seien sowohl für Anfänger interessant, die darin erste Fahrversuche unternehmen können, als auch für Fortgeschrittene, so Weiland: „Auch einfach nur Zugucken macht Spaß.“ Bisher gibt es in Kassel nur in der Skatehalle des Vereins an der Kesselschmiede eine solche Bowl. Im Nordstadtpark wäre es die erste frei zugängliche und kostenlose Anlage dieser Art in der Stadt. Geplant ist, dass Mitarbeiter von Mr. Wilson die Skatebowl einmal pro Woche betreuen und dort Skateboards und Schoner verleihen.

Skatebowls hätten den Vorteil, dass bei der Benutzung anders als bei so genannten Halfpipes und Rampen kaum Lärm entstehe. „Man muss sich das vorstellen wie einen eingebuddelten Topf, auf den man schlägt. Leiser geht es nicht“, sagt Weiland: „Das Lauteste werden die Emotionen der Nutzer sein, die Spaß in der Skatebowl haben.“

Organisatorisch unterstützt wird das Vorhaben vom Kulturzentrum Schlachthof, das direkt neben dem Nordstadtpark liegt. „Eine Skateanlage würde neben dem gut funktionierenden Bolzplatz und der Basketballfläche das Angebot für Kinder und Jugendliche um einen tollen Baustein erweitern“, sagt Geschäftsführerin Christine Knüppel.

Wie genau die Anlage aussehen wird, steht noch nicht fest. Form und Größe könne man an den ausgewählten Standort anpassen, sagt Weiland. Bei Planung und Bau sollen Kinder und Jugendliche beteiligt werden. Der Verein hofft zudem auf die Hilfe von Sponsoren. Sowohl Materialspenden als auch finanzielle Unterstützung seien willkommen. Die Initiatoren hoffen, dass im nächsten Sommer schon im Nordstadtpark geskatet werden kann.

Kontakt: Skateboardverein Mr. Wilson, E-Mail: info@mister-wilson.de, Telefon 05 61/28 79 07 91

www.mister-wilson.de

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