An Klosterkirche Nordshausen werden Außenanlagen verschönert

Ortstermin an der Klosterkirche in Nordshausen: Im neugestalteten Klostergarten informieren sich (von links) Uwe Bischoff und Harald Reichhold (Straßenverkehrs- und Tiefbauamt), Timo Glock (Firma Löber Niedenstein), Ortsvorsteher Christian Knauf (SPD), Klaus-Dieter Schmidt-Hurtienne (Förderverein Klosterkirche) und Landschaftsarchitekt Hans-Friedrich Werner. Foto: Malmus

Nordshausen. Die Außenanlagen rund um die Klosterkirche Nordshausen werden Stück für Stück verschönert. Jetzt ist auch der neue Gehweg vom Gemeindehaus über die Straße „Am Klosterhof“ direkt in den neugestalteten Klostergarten fertig.

Insgesamt werden rund 38.000 Euro in diese Bauarbeiten an Kassels ältester Pfarrkirche investiert.

Der Löwenanteil kommt mit 27.000 Euro vom Förderverein Klosterkirche Nordshausen. Dessen Vorsitzender Klaus-Dieter Schmidt-Hurtienne freut sich über das Engagament der Stadt und des Ortsbeirats Nordshausen, der 7000 Euro aus seinen Bauverfügungmitteln für das Vorhaben investiert hat. Rund 4000 Euro legt die Stadt dazu. „Man hat einen Edelstein und deshalb fasst man ihn auch gut ein“, sagt der Vereinschef über die Außenanlagen des mehr als 700 Jahre alten Gotteshauses, das zu den herausragenden Baudenkmälern in Kassel zählt.

Die Außenanlagen müssten sich dem historischen Gebäude unterordnen, beschreibt der Vellmarer Landschaftsarchitekt Hans-Friedrich Werner seine Planung: „Der Geist des Ortes ist die Einfachheit“. Der Gehweg aus Naturstein, der durch ein in Schmetterlingsform gepflastertes Straßenstück ergänzt wird, führt jetzt direkt in den Klostergarten. Die Öffnung in der Kirchmauer wird von einem markanten Stahlportal eingefasst, der Eingang zum Garten wird einem Rosenbogen und einem Holztor gestaltet.

Im Kirchgarten wurde ein zentraler Ruheplatz mit Sitzbänken aus alten Natursteinen geschaffen. In deren Mitte soll noch eine Linde mit in Kastenform geschnittener Krone gepflanzt werden.

Im Zuge der Bauarbeiten wurden auch Strom-leitungen vom Gemeindehaus bis in den Klostergarten verlegt. Dies soll künftig Veranstaltungen der evangelischen Kirchengemeinde und des Kulturvereins Nordshausen bis hin zum traditionellen Weihnachtsmarkt an der Klosterkirche zugute kommen. Mit der direkten Fußweg-Verbindung soll auch eine Belebung des Kirchgartens erreicht werden. „Ein tolles Projekt, das kann mn nur unterstützen“, sagt Abteilungsleiter Uwe Bischoff vom städtischen Straßenverkehrs-und Tiefbauamt.

Die Kirche gehörte zum ehemaligen Zisterzienser-Kloster in Nordshausen. Der Graf von Wallenstein, ein Adliger aus Schauenburg, hatte im 13. Jahrhundert die damalige Klosterkapelle Nordshausen dem Kloster geschenkt.

In den vergangenen Jahren war auch der Innenraum des Baudenkmals für rund 430.000 Euro umfassend renoviert worden. Finanziert wurde die aufwendige Sanierung von der Landeskirche Kurhessen-Waldeck, dem Stadtkirchenkreis und dem Landesdenkmalamt sowie durch viele Einzelspenden.

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