Neuerungen beim Nordhessischen Verkehrsverbund

NVV erhöht Fahrkartenpreise zum Jahreswechsel

Zum Jahreswechsel erhöht der Nordhessische Verkehrsverbund die Ticketpreise für Busse, Straßenbahnen und Regiotrams um durchschnittlich 1,9 Prozent.

Wie jedes Jahr gibt der NVV steigende Betriebskosten zum Teil an die Kunden weiter.

Vom gesamten Finanzaufwand für den öffentlichen Nahverkehr in Nordhessen kommt laut NVV etwa 32 Prozent aus Fahrgeldeinnahmen wieder herein. Der größte Teil werde aus Steuermitteln zugeschossen. Mit der Preisanpassung solle dieses Verhältnis bei gestiegenen Kosten ausgewogen gehalten werden.

NVV-Sprecherin Sabine Herms betonte, dass die anstehende Erhöhung deutlich geringer ausfalle als in Vorjahren. Ende 2014 hatte der NVV seine Preise um 3,3 Prozent erhöht, zwölf Monate zuvor waren es 3,6 Prozent gewesen.

Dass der Verkehrsverbund diesmal mit einer moderateren Preisanhebung um 1,9 Prozent auskomme, liege an den stagnierenden Kosten für Treibstoff und Energie. Auf der anderen Seite seien die Tarifgehälter für Mitarbeiter der Verkehrsunternehmen deutlich gestiegen, ebenso die Wettbewerbspreise für Ausschreibungen im Eisenbahnnetz und bei den Buslinien.

Sabine Herms

Anders als bisher wird die Preisanpassung nicht schon zum Fahrplanwechsel Mitte Dezember, sondern zum glatten Jahreswechsel in Kraft treten. Damit passe der NVV sein Fahrkartensystem an angrenzende Verkehrsverbünde an, die ebenso verfahren, sagte NVV-Sprecherin Herms. Wenn jemand ein Abonnement für eine Zeitkarte habe, werde der halbe Monat Differenz zwischen den beiden Preissystemen automatisch entsprechend berechnet.

Von der Preiserhöhung ausgenommen ist laut NVV das Jugendfreizeitticket. Diese Jahreskarte für Schüler und Auszubildende kostet weiterhin 120 Euro in Verbindung mit einer Ausbildungszeitkarte, ansonsten 180 Euro jährlich.

Einen Mehrwert für etwas höhere Fahrkartenpreise haben künftig Touristen und Ausflügler, die an Wochenenden ein Multiticket für das gesamte NVV-Gebiet (Preisstufe 10) nutzen: Diese Fahrkarten gelten künftig nicht erst ab samstagmorgens, sondern bereits ab 14 Uhr des vorhergehenden Werktages.

Mit der NVV-App kann man seit 2012 Fahrkarten direkt auf dem Smartphone lösen. Wer die Tickets über seine Mobilfunkrechnung bezahlt, muss dafür ab 1. Dezember einen Aufschlag von 10 Prozent einkalkulieren. Grund dafür ist laut Sabine Herms, dass dem NVV hohe Abrechnungskosten für diesen Zahlungsweg entstehen.

Den Aufschlag könnten sich Handy-Kunden aber sparen: Wer auf der Seite https://nvv.mobilesticket.de ein Benutzerkonto eröffnet und eine Bankverbindung oder Kreditkarte hinterlegt, müsse auch künftig nichts extra für ein Handy-Ticket zahlen.

Kontakt: NVV-Servicetelefon 0800-939-0800 (gebührenfrei)

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