Polizei ermittelt

18-Jähriger soll auf Schulhof Schreckschusswaffe abgefeuert haben

Kassel. Polizeieinsatz in der Willy-Brandt-Schule: Ein 18-jähriger Schüler soll am Dienstag mit einer Schreckschusswaffe auf dem Schulhof der beruflichen Schule geschossen haben.

Nach Angaben von Polizeisprecher Torsten Werner hatte am Mittag ein Zeuge die Polizei alarmiert, weil Schüler in der Außenstelle der Schule an der Oberzwehrener Straße mit einer Waffe hantiert hätten. Zudem sei damit am Morgen bereits geschossen worden.

Wie die Beamten des Reviers Süd-West vor Ort ermittelten, habe sich der geschilderte Sachverhalt bestätigt. In einem Klassenzimmer seien die Polizisten auf den 18-jährigen Verdächtigen getroffen. Wie sich herausgestellt habe, hatte er die Pistole an einen 16-jährigen Mitschüler weitergereicht, der diese versteckt hatte.

Erst auf Druck habe der Mitschüler die Schreckschusswaffe herausgerückt. Der Eigentümer der Waffe räumte gegenüber den Polizisten schließlich ein, damit gegen 9 Uhr im Beisein weiterer Schüler geschossen zu haben.

„Ob sich dieser Schuss versehentlich gelöst hatte oder ob er bewusst abgefeuert wurde, ist Gegenstand der derzeitigen Ermittlungen“, so Werner. Nach Angaben der Beamten sei niemand verletzt worden. Die beiden Schüler aus Kassel müssen sich nun wegen Verstößen gegen das Waffengesetz verantworten. Darunter fallen die fehlende Erlaubnis eines kleinen Waffenscheines, das Führen einer Anscheinswaffe in der Öffentlichkeit, das Schießen außerhalb von Schießstätten und das Überlassen einer Waffe an Unberechtigte.

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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