Plakate abgefackelt

Plakate abgefackelt: Unbekannte wüteten an Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule

Geballte Motivation: An der Lichtenberg-Schule hängen noch zahlreiche Plakate auf dem Schulgelände. Am Sonntag wurden dort mehrere Transparente abgerissen und verbrannt. Fotos: C. Hartung

Kassel. Fast so wie die Zuckertüte zur Einschulung sind die von Eltern, Großeltern und Freunde liebevoll gestalteten Plakate und Bettlaken mit guten Wünschen mittlerweile Bestandteil des Abiturs geworden.

An allen Kasseler Gymnasien sind die bunten Botschaften zu sehen.

Offenbar kann aber nicht jeder diese schönen zwischenmenschlichen Gesten ertragen. Unbekannte haben am Sonntag mehrere Abiplakate an der Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule in Oberzwehren abgerissen und hinter der Schule abgefackelt. Das bestätigte Markus Crede, stellvertretender Schulleiter, am Dienstag auf Anfrage der HNA. Man habe Reste der Plakate in der Asche gefunden, sagt Crede, der sehr verärgert ist. Viele Eltern und Großeltern hätten sich schließlich Gedanken gemacht, um den Abiturienten eine Freude zu machen. Von einem schlechten Scherz könne da kaum noch die Rede sein, sagt Crede.

Allerdings habe sich die Schule gegen eine Strafanzeige entschieden, da der Sachschaden der zerstörten Plakate, die zum Teil schon halb professionell sein, kaum zu beziffern seien. Es ist ein ideeller Wert, der zerstört worden sei.

Magdalena Czubkowski aus Oberzwehren ist auch sehr bestürzt über diese „traurige Ereignis“. Ihr Bruder Bastian schreibt ab dieser Woche Abitur in den Gymnasium an der Brückenhofstraße. Auch sein Motivationsplakat, das sie mit ihrer Familie für ihn kreiert hat, ist durch das Feuer zerstört worden. Schätzungweise seien 30 Plakate verbrannt worden. „Mein Bruder, viele Mitschüler, Eltern und ich sind sehr enttäuscht, sauer und traurig“, so Magdalena Czubkowski. In so ein Plakat werde schließlich viel Zeit und Geld investiert.

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