Olympia ist für viele anziehend

Kasseler Firma vertreibt offizielle Bekleidung der Olympischen Spiele

Präsentieren die Olympia-Kleidung für Rio im Kasseler Lager: Lasse Kunze und Natalia Gossen von der Firma Kama Gartz, die 200 Online-Shops betreibt und 80 000 Artikel im Bestand hat. Fotos: Ludwig (2), dpa

Kassel. In einer Woche starten die Olympischen Sommerspiele in Rio. Die Bekleidung dafür ist erstmals nicht nur den Sportlern vorbehalten.

Wie immer gibt es für die deutschen Sportler eine offizielle Olympia-Kollektion, mit der sich die Olympioniken bei Wettkämpfen und im olympischen Dorf zeigen.

Eine Kasseler Firma vertreibt die Adidas-Kleidung exklusiv in Deutschland für die Fans. Holger Gartz, Geschäftsführer der Firma Kama Gartz, hatte die entsprechende Geschäftsidee.

In diesen Tagen wurde die Olympia-Mannschaft vor ihrem Abflug nach Brasilien eingekleidet. Dabei blieb wie zu jeden Olympischen Spielen jede Menge Bekleidung übrig. „Ausrüster wie Adidas produzieren deutlich mehr als benötigt wird. Das liegt daran, dass die Produktion lange vor den Spielen anläuft, wenn noch nicht klar ist, wie viele und welche Sportler antreten“, sagt Gartz. Früher gingen die Textilien mit „Deutschland“-Schriftzug und Bundesadler nicht in den Verkauf. Dies hat sich nun geändert.

Ebenfalls auf Lager: Geschäftsführer Holger Gartz (li.) und sein Mann für die Finanzen, Thomas Hoppe (re.), haben auch die Kollektionen der Jugend-Winterspiele in Lillehammer und die der Europaspiele in Baku im Angebot.

Textillieferant Gartz hatte beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) angefragt, ob die Restbestände nicht verkauft werden könnten. „Sportfans haben großes Interesse daran“, sagt der Geschäftsführer. Der DOSB, für den er seit Längerem einen Online-Shop für dessen „Deutsches Sportabzeichen“ betreibt, war einverstanden. So lagern in Kassel die Jacken, Pullover, Shirts und Hosen, die die Olympioniken in Rio tragen werden. In der nächsten Woche trifft weitere Ausrüstung in Kassel ein, mit der die Athleten in den Stadien zu sehen sein werden. „Ich rechne mit 2000 Artikeln“, sagt Gartz.

Die Preise im olympischen Onlineshop reichen von 36 Euro für ein T-Shirt über 140 Euro für schwarz-rot-goldene Olympia-Schuhe der Marke Sioux bis hin zu Adidas-Steppjacken für etwa 150 Euro.

Die Zusammenarbeit zwischen dem DOSB und den Kasselern erstreckt sich inzwischen auch auf den Verkauf der überschüssigen Kleidung der ersten Europaspiele 2015 in Baku sowie der Olympischen Jugend-Winterspiele Anfang 2016 in Lillehammer.

Die Firma Kama Gartz blickt überhaupt auf eine rasante Entwicklung zurück: Ursprünglich war Holger Gartz Gastronom. Er führte jahrelang „Bärlis Bistro“ in Vellmar – weshalb ihn viele noch heute „Bärli“ nennen. Nach und nach stieg er ins Textilgeschäft ein. Seit 2010 hat seine Firma ihren Sitz in einer Halle an der Sandershäuser Straße, die früher von der dortigen Mercedes-Benz-Niederlassung genutzt wurde. Er beschäftigt heute 22 Mitarbeiter und peilt dieses Jahr einen Umsatz von 2,2 Mio. Euro an.

Neben den Online-Shops für die Olympiamannschaft betreibt er 200 weitere Online-Shops für Vereine und Firmen. Dort können die Sportler und Mitarbeiter sich Trikots und Arbeitsbekleidung bestellen. Seine Firma vertreibt nicht nur Textilien, sondern produziert und veredelt diese auch selbst – etwa durch individuelle Bedruckungen, Beschriftungen und Bestickungen.

• So gelangt man zum Online-Shop: Die Internetseite www.deutsche-olympiamannschaft.de starten und dann den Menüpunkt „Shop“ öffnen.

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