Marktplatz: Das Hobby sprengt den Rahmen

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Nach zehn Jahren und viel Arbeit trennt sich der junge Mann von seinem Opel Manta. Der Grund: ein anderes Traumauto.

Reinsetzen – und schon ist man auf Zeitreise. Jedenfalls derjenige, der Ende der 70er-Jahre schon als Fahrer eines Autos selbst unterwegs sein durfte. Die tiefe Sitzposition, der kleine Lenker, der typische Geruch, das Motorengeräusch – eben ein Opel Manta.

„An dem Fahrzeug ist alles noch original“, berichtet Besitzer Christian Kuntze. Er ist der dritte Besitzer des Opel Manta GTE aus dem Baujahr 1979. Zuerst gehörte das Auto einer älteren Dame aus Kassel, dann einem älteren Herrn aus Kaufungen. Lässt man dahingestellt, was die Bezeichnung „älter“ aus dem Munde eines 29jährigen bedeutet, so ist doch eines klar: Keiner der Besitzer hatte irgendein Interesse an optischen oder technischen Änderungen – kein Tieferlegen, kein Tuning, nichts. Einzige Ausnahme: Christian Kuntze hat den Original-Auspuff gegen einen Lexmaul getauscht. „Aber den Original-Auspuff habe ich noch, den bekommt der Käufer natürlich dazu.“ Ebenso wie diverse Leisten und Blenden, die der Industriemechaniker zurzeit demontiert hat, um Ecken und Kanten besser reinigen und konservieren zu können.

Mit einem Kadett fing es an

Alte Autos sind seit zehn Jahren Christian Kuntzes großes Hobby. Sein erstes eigenes Fahrzeug war ein Opel Kadett, Baujahr 1979, den er ebenfalls noch heute fährt. Es folgte im Herbst 2006 der Opel Manta, für den er extra eine Garage angemietet hat. „Über die Jahre habe ich sehr viel daran gearbeitet“, berichtet der junge Mann. Neue Längsträger wurden von ihm ebenso eingebaut wie eine neue Wagenheber-Aufnahme. „Das sind bekannte Schwachstellen an dem Modell.“ Auch der Radlauf hinten rechts von ihm wurde erneuert und verzinnt. Lediglich zwei Dinge blieben für den Besitzer Nummer vier zu tun: „Hinten müsste etwas lackiert werden. Außerdem ist der Fahrersitz an der Backe etwas beschädigt.“

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Marktplatz: Christian Kuntze trennt sich von originalem 79er Opel Manta GTE 

Der fünfstellige Tacho steht aktuell bei etwa 53 000 Kilometern. Das scheint Christian Kuntze etwas wenig, er vermutet doch eher noch eine „1“ davor. Dabei ist er selbst in den letzten Jahren recht wenig gefahren: „Als ich den Manta im Oktober zum TÜV brachte habe ich erst gesehen, dass ich seit Herbst 2013 nur knapp 700 Kilometer damit gefahren bin.“

Weil er sich vor drei Wochen sein absolutes Traumauto zugelegt hat – einen Ford Mustang Cabrio, Baujahr 1971, sind jetzt fünf Autos und zwei Motorräder auf Christian Kuntze zugelassen. „Das ist zu viel.“ Zeit und Platz werden immer knapper, die Arbeit dafür immer mehr. Und irgendwann will man solche Autos und Motorräder ja auch noch bewegen können. (pcj)

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