Drei Parteien werben um Mandate für den Ortsbeirat – Das sind ihre wesentlichen Ziele für den Stadtteil

Kommunalwahl 2016 in Kassel: Spitzenkandidaten von Philippinenhof-Warteberg

Eigenheime prägen das Bild des Stadtteils: Rechts unten ist die Hegelsbergschule zu sehen, links im Vordergrund die Zionskirche. Luftbild: Herzog / Charterflug Kassel

Philippinenhof-Warteberg. Am 6. März sind Kommunalwahlen. Die Wähler entscheiden nicht nur über die Stadtverordnetenversammlung, sondern wählen auch die Mitglieder für die 23 Ortsbeiräte. Hier der Stadtteil Philippinenhof-Warteberg.

Für den Stadtteil Philippinenhof-Warteberg (4142 Einwohner) treten drei Parteien bei den Ortsbeiratswahlen an. Hier einige ihrer Ziele:

CDU

• Unterstützung der Vereine, Verbände, Kirchen, Kindertagesstätten und der Schule im Stadtteil, damit dieser noch an Attraktivität gewinnt.

• Jugendarbeit im Stadtteil muss kontinuierlich stattfinden, da sie eine zentrale Bedeutung hat.

• Städtisches Eigentum muss regelmäßig gepflegt und instand gehalten werden statt einer teuren Erneuerung auf Kosten der Anwohner.

• Mehr Integration von Zuwanderern, diese dürfe aber „keine Einbahnstraße“ sein. Eine Ghettobildung im Kasseler Norden wird strikt abgelehnt.

• Gerechte Bildungschancen sind nötig, so müsse jedes eingeschulte Kind die deutsche Sprache sprechen.

• Von der Stadtverwaltung wird eine Gleichbehandlung aller Stadtteile erwartet.

SPD

• Einsatz für eine ausreichende Nahversorgung im Stadtteil. Dazu zählen nicht nur Geschäfte, sondern auch Kindertagesstätten, Spielplätze und Schulen.

• Die Bespielbarkeit des Spiel- und Bolzplatzes im Stadtteil an der Weidestraße soll verbessert werden.

• Weitere Pflanzungen in Grünflächen und Parkanlagen zur Steigerung des Naherholungswerts im Stadtteil.

• Da die Einwohnerzahl steigt, müsse das örtliche ÖPNV-Angebot erhalten werden. Es gelte zu verhindern, dass auch montags bis freitags in der Zeit von 5 bis 6.30 Uhr Anrufsammeltaxis eingesetzt werden.

• Durch noch mehr Zusammenarbeit mit Kindergärten, Schulen, Kirchen sowie Vereinen und Verbänden soll die Gemeinschaft im Stadtteil gefördert werden.

Grüne

• Erhalt und Verbesserung des ÖPNV-Angebotes im Stadtteil.

• Einkaufsmöglichkeiten, Rad- und Spazierwege im Stadtteil sollen erhalten und ausgebaut werden.

• Sicherung und Ausweitung des Freizeit- und Betreuungsangebots für Kinder, Jugendliche und Heranwachsende.

• Integration von Flüchtlingen, „die nach furchtbaren Erfahrungen von Gewalt und Flucht zu uns in den Stadtteil kommen“.

• Fortführung des Stadtteilfestes, das erheblich zur Identifikation der Bürger mit ihrem Stadtteil beiträgt.

• Verschönerung des Stadtteilbildes.

• Schaffung von studentischem Wohnraum, da der Bedarf mit dem Ausbau des Uni-Standorts Holländischer Platz steigt.

Die Kandidaten

CDU

Lange Erfahrung • Spitzenkandidat: Michael Bathon • Der leitende Mitarbeiter einer Krankenkasse ist 55 Jahre alt und lebt seit seiner Geburt im Stadtteil. Bereits seit 1988 ist er Mitglied im Ortsbeirat Philippinenhof-Warteberg und war auch schon mal Ortsvorsteher (2001-2006). Bathon bezeichnet sich als absoluten Familienmenschen und als gläubigen Katholiken. In seiner Freizeit ist er als Handballschiedsrichter aktiv. Seit 1984 ist er „mit meiner Jugendliebe“ verheiratet, das Paar hat zwei Söhne.

SPD

Aktuell an der Spitze • Spitzenkandidat: Stefan Markl • Der amtierende Ortsvorsteher wurde 1965 geboren und wuchs in Philippinenhof/Warteberg auf. Der studierte Bauingenieur arbeitet beim Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen. Markl ist verheiratet und hat eine Tocher. 1988 trat er in die SPD ein und wurde im Ortsverein seines Stadtteils aktiv. Seit 2006 gehört Markl dem Ortsbeirat an, in der zweiten Legislaturperiode ab 2011 wurde er zum Ortsvorsteher gewählt.

Grüne

Seit 1992 im Stadtteil • Spitzenkandidat: Karl Heinrich Sippel • Bis vor einem Jahr hat der 65-Jährige als Berufsschulleher gearbeitet. Seither ist er im Ruhestand und hat daher reichlich Zeit für die Stadtteilpolitik. Für den Ortsbeirat bewirbt er sich zum dritten Mal: Bereits von 1998 bis 2005 arbeitete Sippel in dem Gremium mit und gehört seit 2012 dem aktuellen Ortsbeirat an. Im Stadtteil lebt der Grüne seit 1992. Er ist verheiratet und hat zwei erwachsene Töchter.

Kandidaten für den Ortsbeirat

CDU

Michael Bathon, Geschäftsführer, geb. 1961 • Franz-Joseph Tschöpe, Rentner, geb. 1940 • Maximilian Bathon, Sozialversicherungsfachangestellter, geb. 1991 • Martina Barkanowitz, Industriekauffrau, geb. 1963 • Rudolf Mannsbarth, Rentner, geb. 1945 • Birgit Kroschewski, Rentnerin, geb. 1954 • Erika Stremetzne, Rentnerin, geb. 1942 • Irene Schmidt, Sekretärin i. R., geb. 1945

SPD

Stefan Markl, Bauingenieur, geb. 1965 • Hans-Jürgen Sandrock, Rentner, geb. 1933 • Jutta Heller, Lehrerin, geb. 1955 • Helmut Pfaff, Rentner, geb. 1950 • Gisela Bähr, Rentnerin, geb. 1937 • Hans-Herbert Weiß, Pensionär, geb. 1943 • Edeltraud Hahn, Rentnerin, geb. 1949 • Rudolf Hahn, Rentner, geb. 1947

Grüne

Karl Heinrich Sippel, Pensionär, geb. 1951 • Michael Goldbach, Rechtsanwalt, geb. 1969

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