Konrad: Ab Ende März können Fahrräder ausgeliehen werden

Kassel. Endlich ist es so weit. Am kommenden Donnerstag, 29. März, geht das Fahrradverleihsystem Konrad in Betrieb. Seit Ende Februar läuft ein Testbetrieb mit rund 60 ausgewählten Nutzern. Ab Donnerstag können die grün-weißen Räder von jedermann ausgeliehen werden.

Voraussetzung ist, dass man sich im Internet oder per Telefon registriert.

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Die Fahrräder können an 50 Stationen im Stadtgebiet ausgeliehen werden für 50 Cent pro halbe Stunde. NVV-Kunden bekommen Frei-Kontingente. Seit gestern sind alle Stationen mit Ausnahme derjenigen in der Unterneustadt im Betrieb - bis Donnerstag nur für die Testnutzer. 900 Testfahrten sind in der knapp einmonatigen Probephase von den registrierten Nutzern unternommen worden. Der vorgeschaltete Testbetrieb sollte dazu dienen, Kinderkrankheiten des vom Bundesverkehrsministerium mit 1,5 Mio. Euro geförderten Modellprojekts aufzuspüren und zu beseitigen.

Service: So funktioniert Konrad

Hier geht es zum PDF der HNA-Zeitungsseite vom 27. März

Während anfangs noch bei fast jeder fünften Fahrt Probleme von den Nutzern zurückgemeldet wurden, hat sich das System inzwischen offenbar eingespielt. Bei einer ausgiebigen Testfahrt der HNA am vergangenen Samstag klappten vier Entleihungen, Fahrten und Rückgaben fehlerfrei. Insgesamt sei die Fehlerquote über den gesamten Testzeitraum erstaunlich gering, hieß es aus dem Straßenverkehrs- und Tiefbauamt.

Mehr zu Konrad lesen Sie auch im Regiowiki.

Die Technik von Konrad ist neuartig: Anders als bei ähnlichen Fahrradverleihsystemen wie etwa in Hamburg sind in Kassel die Funkboxen an den Stationen an Laternenmasten angebracht. Sie werden mit dem Laternenstrom und Akkus gespeist, was aufwendige Tiefbauarbeiten zur Versorgung der Stationen mit Strom überflüssig macht. Nach Angaben der Stadt spart das pro Standort 3000 Euro. Diese Lösung könne für viele weitere Systeme richtungsweisend sein, teilte die Stadtverwaltung gestern mit.

Allerdings hatte die neuartige Methode auch für Probleme gesorgt: Die zuletzt geplante Eröffnung im Herbst vorigen Jahres war wegen technischer Schwierigkeiten beim Datenaustausch zwischen Fahrrad und der Funkbox an den Stationen geplatzt. Auch im Vorfeld hatte es schon mehrere Pannen bei der Einführung von Konrad gegeben, erst gab es kein Einvernehmen in der Politik, dann verzögerte sich die Lieferung der Räder.

Von Katja Rudolph

Rubriklistenbild: © HNA

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