Blick in die Wahlprogramme

Rätsel zur Kommunalwahl: Welche Aussagen stammen von welcher Partei?

Kassel. Zur Kommunalwahl werben in Kassel acht Parteien um Stimmen. In ihren Wahlprogrammen finden sich viele Versprechen. Oft lassen diese sich aber kaum unterscheiden.

Aber versuchen Sie es selbst:

Wir haben die Wahlprogramme der acht Parteien durchforstet und jeweils drei Forderungen daraus entnommen. Nun ist es Ihre Aufgabe herausfinden, welche Aussage zu welcher Partei gehört.

1. „Der Betrieb des Kassel Airport darf nicht dauerhaft die Stadtkasse belasten. Sollte der Flughafenbetrieb weiterhin defizitär bleiben, wollen wir mit dem Land als größtem Gesellschafter über die weitere Entwicklung und Kostenverteilung sprechen.“

2. „Bei der Parkraumbewirtschaftung fordern wir montags bis freitags einheitliche Parkgebühren in Höhe von einem Euro pro Stunde in der Zeit von 9 bis 18 Uhr.“

3. „Wir fordern ein Ende der Repressalien gegen die BezieherInnen von Sozialleistungen und die Schaffung von regulären, gut entlohnten Arbeitsplätzen.“

4. „Außerdem sollen schlecht ausgeleuchtete Plätze besser beleuchtet und auch die personellen Kapazitäten im städtischen Ordnungsamt ausgeweitet werden. So sorgen wir für mehr Sicherheit.“

5. „Auf Hauptverkehrsstraßen sollen Richtgeschwindigkeitsanzeigen aufgebaut werden, die Fahrern anzeigen, mit welcher Geschwindigkeit sie eine Grüne Welle erreichen.“

6. „Bezahlbarer Wohnraum kann ohne öffentliche Trägerschaft nicht geschaffen werden. Hier müssen insbesondere die öffentlichen Wohnungsbaugesellschaften ihrer Aufgabe gerecht werden.“

7. „Überprüfung des Wasserpreises von Kasselwasser mit dem Ziel einer Preissenkung.“

8. „Weiterentwicklung der Mobilitätswirtschaft und Schaffung einer Modell- und Kompetenzregion Elektromobilität mit entsprechender Infrastruktur wie zum Beispiel ausreichenden Lademöglichkeiten für die E-Fahrzeuge.“

9. „Keinen weiteren Bau von Windkraftanlagen in und um Kassel!“

10. „Cannabis entkriminalisieren: Jugendliche und junge Erwachsene brauchen hier Aufklärung und präventive Begleitung, anstatt eine Verurteilung und ein kriminelles Beschaffungsmilieu.“

11. „Innerhalb des Stadtgebiets sowie entlang von Straßen und Feldwegen soll den Bürgern das Pflanzen von Nutzbäumen auf geeigneten öffentlichen Grünflächen erlaubt werden.“

12. „Wir stehen für ein vielfältiges Schulsystem, das jedem Lernenden die optimale Förderung ermöglicht.“

13. „Unsere Ziele sind ein besseres ÖPNV-Angebot, die Einführung eines Sozialtickets für Menschen mit geringem Einkommen und besser ausgebaute Fahrradwege.“

14. „Bislang werden Vereine, ehrenamtliche Initiativen und Kulturschaffende bezüglich Informationen über Förderungs- und Unterstützungsmöglichkeiten von öffentlicher Seite weitgehend alleingelassen. Die entsprechenden Ämter müssen künftig auf die sportlichen, sozialen und kreativen Aktivkräfte unserer Stadt zugehen.“

15. „Stadt und Landkreis Kassel müssen wegen völliger Überschreitung der Aufnahmefähigkeit einen sofortigen Aufnahmestopp für weitere illegal Eingereiste fordern.“

16. „Die Stadt Kassel hat als documenta-Stadt ein internationales Renommee für Kunst und Kultur. Von diesem Kulturangebot sollen alle Bürger Kassels unabhängig von ihrem Geldbeutel profitieren können. Daher schlagen wir vor, für Museen und Ausstellungen in städtischer Trägerschaft die Nutzungsentgelte auf einen Euro festzusetzen.“

17. „Kostenfreies Parken für elektrisch betriebene Fahrzeuge auf städtischen Parkflächen.“

18. „Wir wollen geflüchtete Menschen in Unterkünften mit guter Qualität unterbringen.“

19. „Wir setzen uns schwerpunktmäßig für die Entwicklung von Baugebieten für junge Familien und Durchschnittsverdiener ein.“

20. „Eine sichere Führung des Radverkehrs auf Radwegen und Radschutzstreifen soll die Attraktivität dieses umweltfreundlichen Verkehrsmittels steigern.“

21: „Die Stadtentwicklung unserer Stadt muss sich auf zwei Dinge konzentrieren: die behutsame Verbesserung der Lebensqualität in allen Quartieren und den Erhalt einer lebenswerten Umwelt mit dem Schutz von Natur und Landschaft.“

22. „Statt durch einen Sparkurs das Haushaltsvolumen zu begrenzen, müsste die Stadt Kassel ihren finanziellen Handlungsspielraum erhöhen und mehr Geld für Infrastrukturmaßnahmen ausgeben.“

23. „Im Hinblick auf den zunehmenden Bau von Mehrfamilienhäusern („Stadtvillen“) in Gebieten mit einer Bebauung von ein- bis zweigeschossigen Wohnhäusern ist es zwingend erforderlich, das städtische Baurecht dort zu verändern.“

24. „Für die Kasseler Innenstadt ist eine gute Erreichbarkeit mit dem öffentlichen Nahverkehr zentral. Daher ist die Straßenbahnführung durch die Königsstraße für uns sinnvoll und unverzichtbar.“

 

Auflösung: 

 

CDU (7,8,20)

SPD (4,19,24)

Grüne (1,10,18)

FDP (2,12,21)

Linke (3,13,22)

Freie Wähler (6,14,23)

Piraten (5,11,16)

AfD (9,15,

Rubriklistenbild: © Ludwig

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