Kasseler Ratskeller wird zum Notquartier für Flüchtlinge

Kassel. Die Stadt Kassel richtet im Ratskeller eine Notunterkunft für Flüchtlinge ein. In den Räumen im Erdgeschoss des Rathauses, in denen sich bis zum Sommer das Steakhaus „Maredo" befand, soll Platz für bis zu 100 Menschen geschaffen werden.

Die Unterkunft soll als Ausweichquartier dienen, wenn alle regulären Flüchtlingsheime in der Stadt voll sind. Wann die Notunterkunft im Rathaus belegt wird, ist noch offen. Im Februar soll sie aber startklar sein.

Flüchtlingsunterkunft statt Steakhaus: Sozialdezernent Christian Geselle in den ehemaligen Räumen des Restaurants Maredo im Rathaus. Dort wird ein Notquartier für Flüchtlinge hergerichtet. Foto: Malmus

In den städtischen Gemeinschaftsunterkünften stehen derzeit insgesamt rund 1500 Plätze zur Verfügung, aktuell sind noch 100 davon frei. In den kommenden Wochen und Monaten sollen in der Stadt zwar mehrere neue Wohnheime mit insgesamt 1000 zusätzlichen Plätzen in Betrieb gehen. Weil aber noch nicht absehbar ist, wie viele Flüchtlinge die Stadt Kassel in den kommenden Wochen aufnehmen müsse, wolle man rechtzeitig Reserven schaffen, sagte Sozialdezernent Christian Geselle.

Die Umbauarbeiten haben am Montag begonnen und werden voraussichtlich vier Wochen dauern. Ähnlich wie im ehemaligen Reno-Schuhmarkt an der Leipziger Straße, den die Stadt Ende des Jahres ebenfalls als Überlauf-Einrichtung hergerichtet hat, sollen kleine Kabinen aus Sperrholz in die 550 Quadratmeter großen Räume eingezogen werden. Eine Küche und Sanitäranlagen sind vorhanden, in einem Nebenraum sollen noch Fertigduschen eingebaut werden.

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