Auswirkungen für Kassel noch unklar

Zug- und Flugzeugbauer Bombardier baut meiste Jobs im Osten ab

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Bombardier: Die meisten Job sollen im Osten abgebaut werden

Kassel. Gut eine Woche nachdem der Zug- und Flugzeugbauer Bombardier angekündigt hatte, in Deutschland insgesamt 1430 Arbeitsplätze streichen zu wollen, sind die Auswirkungen für den Standort Kassel mit seinen 850 Mitarbeitern weiter unklar.

Bekannt wurde, dass Bombardier an seinen sächsischen Standorten in Bautzen und Görlitz insgesamt 930 Arbeitsplätze streichen will. Zudem soll 270 Beschäftigten am brandenburgischen Standort Hennigsdorf gekündigt werden. Die Leiharbeiter trifft es zuerst. Nach dieser Rechnung gäbe es noch 230 Arbeitsplätze, die an einem der anderen deutschen Bombardier-Standorte (Kassel, Mannheim und Siegen) wegfallen werden.

Nach einem anonymen Hinweis an die HNA, sollen auch im Kasseler Werk in Rothenditmold einige Leiharbeiter nicht weiter beschäftigt werden. Auf HNA-Anfrage bei Unternehmenssprecher Andreas Dienemann teilte dieser aber mit, aktuell handele sich nur um einen einzigen Leiharbeiter. „Es besteht in dem Fall kein Zusammenhang mit den angekündigten Umstrukturierungen“, so Dienemann. Nach Angaben aus dem Betriebsrat soll es in Kassel 200 Leiharbeiter geben.

Oliver Dietzel, erster Bevollmächtigter der IG Metall Nordhessen, sagte: „Es werden immer mal wieder Leiharbeiter abgemeldet bei Bombardier in Kassel. Die Auftragslage ist zwar gut, aber das Geschäft ist großen Schwankungen unterlegen. Wir kritisieren schon lange, dass die Zahl der Leiharbeiter im Verhältnis zur Stammbelegschaft sehr groß ist.“

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