250.000 Euro Schaden

Mann setzt Wohnung in Brand und zeigt sich selbst an

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Brand in einem Mehrfamilienhaus in Rothenditmold: Es entstand ein hoher Schaden. Die Brandursache blieb bisher im Dunkeln.

Rothenditmold. Ein Mann hat in der Nacht zu Montag in Kassel seine Wohnung im Stadtteil Rothenditmold in Brand gesteckt und sich kurz darauf selbst bei der Polizei angezeigt.

Der 41-Jährige sei leicht alkoholisiert im nahegelegenen Präsidium aufgetaucht und habe die Tat gestanden, teilte die Polizei mit. Ein Atemalkoholtest zeigte über ein Promille Alkohol an.

Aktualisiert um 17.54 Uhr

Bislang macht der 41-Jährige keine weiteren Angaben zum Tatgeschehen. Weder verriet er, wie er die Wohnung in Brand setzte noch warum. Er wurde am Montag dem Haftrichter des Amtsgerichts Kassel vorgeführt, der den 41-Jährigen in Untersuchungshaft nehmen ließ. 

Gegen kurz vor 3 Uhr hatten Anwohner aus der Rotenburger Straße berstende Scheiben und Flammen im dritten Obergeschoss des dortigen Mehrfamilienhauses gemeldet. Am Einsatzort löschte die Feuerwehr die im Vollbrand stehende Wohnung. Die Anwohner der übrigen sieben Wohnungen hatten alle das Haus verlassen, niemand wurde verletzt. Eine Bewohnerin eines Nachbarhauses erzählt, wie sie in der Nacht von „Es brennt“-Rufen geweckt wurde.

Erst kurz vor vier Uhr sei der Löschkran eingeholt worden. Vom Mieter der brandbetroffenen Wohnung gab es zunächst keine Spur.

Die Wohnung brannte komplett aus, mehrere benachbarte Wohnungen wurden durch das Löschwasser vorläufig unbewohnbar. Es entstand laut Polizei ein Schaden von rund 250 000 Euro.

Es brennt lichterloh: Aufnahmen aus der Nacht von Michelle Singh.

Peter Ley, Geschäftsführer der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft (GWG), der das Haus mit acht Wohnungen gehört, sagte am Montag: „Wir sind froh, dass nicht mehr passiert ist.“ Er geht davon aus, dass die eine Haushälfte in den nächsten Tagen wieder bewohnt werden kann. Die Brandwohnung und die darunterliegende Wohnung seien wahrscheinlich durch die Schäden des Löschwassers erstmal nicht bewohnbar. Ein Mitarbeiter der GWG sei in der Nacht vor Ort gewesen und habe sich um die Bewohner gekümmert. Die meisten seien erstmal bei Verwandten oder Freunden untergekommen.

Die Ermittler konnten bislang noch nicht in die Brandwohnung, um weitere Ermittlungsergebnisse zur Tat zu bekommen. Dies ist für Dienstag geplant.

Brand eines Mehrfamilienhauses in Rothenditmold

Kartenansicht: Brand in Rothenditmold

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