Jubel in der Belegschaft: 100.000. Achse im Mercedes-Benz-Werk Kassel vom Band gelaufen

Die 100.000. IPS-ASchse: Unser Foto zeigt in der vorderen Reihe (von links) Mercedes-Benz-Werker Salem Fazljija, Dr. Frank Reintjes (Chef der weltweiten Lkw-Antriebstrang-Aktivitäten), Aggregate-Chef Yaris Pürsün, den stellvertretenden Betriebsratsvorsitzenden Rainer Popp, Thomas Stange, Werkleiter Ludwig Pauss sowie die Werker Marijan Dajak und Alexander Schmidt. Foto: Hedler

Kassel. Jubiläum im Lkw-Achsenwerk von Mercedes-Benz in Kassel: Am Freitag lief die 100 000. IPS-Hinterachse für den schweren Lkw Actros vom Band.

Die drei Buchstaben stehen für „Induktives Press-Schweißverfahren“. Dahinter verbirgt sich eine in Kassel entwickelte Technologie, bei der sich Guss- und Stahlteile in einer am Standort konstruierten und gebauten Anlage beliebig miteinander verschweißen lassen, was generell als anspruchsvoll gilt. Dieses 2012 eingeführte Verfahren ist nach Unternehmensangaben weltweit einzigartig.

Sein Vorteil besteht nicht nur darin, dass die modular aufgebauten Achsen je nach regionalen und Marktanforderungen flexibel angepasst werden können, sondern auch im geringeren Gewicht der Achsen, was den Kraftstoffverbrauch senkt und dem Lkw-Betreiber Kosten spart. Auch die Lkw-Typen Atego und Axor fahren mit optimierten Hinterachsen aus Kassel.

Bis zum Start der neuen Anlage in Kassel bestanden die Achsbrücken, also der Grundkörper der Achse, aus nur einem Werkstoff - Stahl oder Guss - und konnten nicht mehr individuell angepasst werden. Außerdem kamen sie von einem Zulieferer. Mit der neuen Anlage haben die Daimler-Spezialisten die Arbeit nach Kassel geholt.

„Das innovative Schweißverfahren unterstreicht die Bedeutung des Werks Kassel als weltweites Kompetenzzentrum für die Produktion von Lkw-Achsen“, sagte der Chef der weltweiten Antriebsstrang-Aktivitäten - dahinter verbergen sich Motor, Getriebe, Achsen und Gelenkwellen - Dr. Frank Reintjes. „100.000 IPS-Achsbrückern seit Produktionsanlauf zeigen Innovationskraft und Flexibilität unserer Fabrik“, sagte Werkleiter Ludwig Pauss. Das Know-how und Engagement der Mitarbeiter hätten die reibungslose Entwicklung und Konstruktion der Anlage ermöglicht. „Gemeinsam haben wir die Achsbrücken-Fertigung nach Kassel geholt. Das Merceds-Benz-Werk in Kassel beschäftigt 3100 Mitarbeiter. Neben Achsen für Lkw, Busse, Transporter und Geländefahrzeuge werden dort Gelenkwellen und Radsätze produziert.

Infos über das Mercedes-Benz-Werk in Kassel finden Sie in unserem Regiowiki.

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren: Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.