Kinderschutzbund bezieht neugebautes Familienzentrum an der Wolfhager Straße

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Neue Räumlichkeiten in perfekter Lage: Das Familienzentrum Rothenditmold ist an der Wolfhager Straße auf dem Gelände der alten Post errichtet worden. 750 000 Euro hat der Neubau gekostet.

Kassel. Das Familienzentrum des Kinderschutzbundes in Rothenditmold ist bezugsfertig. Geschäfts- und Beratungsstelle sind jetzt in einem Gebäude zu erreichen.

Schon in den vergangenen Wochen hatte der rote Neubau an der Wolfhager Straße die Aufmerksamkeit von Anwohnern und die Neugier von Vorbeifahrenden geweckt.

„Es ist uns schon mehrfach passiert, dass Interessierte oder Schüler der benachbarten Valentin-Traudt-Schule vor der Tür standen und wissen wollten, was denn hier gebaut wird“, erzählt Geschäftsführerin Dörte Wahlen. Die habe ich dann gerne schon mal durch unsere Räume geführt, erzählt sie. Wenn man in eine zentrale Lage zieht, dann müsse man damit rechnen. Aber das lange Warten und die Suche nach einem optimalen Standort für das Familienzentrum habe sich in jedem Fall gelohnt.

Im ersten Stock des Neubaus sind die Räume der Geschäftsstelle, Büro- und Gruppenräume und eine große Küche untergebracht. Im nächsten Sommer soll es auf der Terrasse ein ehrenamtliches Café geben. Das fehlt nämlich im Stadtteil bisher.

Die Geschäftsstelle ist bereits im Dezember umgezogen, die Beratungsstelle in dieser Woche. Entsprechend chaotisch sieht es noch aus, aber überall ist schon erkennbar, was dort endgültig entstehen soll. „Es gibt noch viel zu tun, denn in der nächsten Woche sollen hier die ersten Angebote stattfinden, aber das kriegen wir hin.“

Die offizielle Eröffnung findet dann am 20. Februar statt. Ab 11 Uhr gibt es eine öffentliche Feierstunde in der Mensa der Valentin-Traudt-Schule. Anschließend stehen die neuen Räume dann allen Interessierten offen.

Der Kinderschutzbund hat schon seit 20 Jahren seinen Sitz in Rothenditmold. Zuletzt in den Räumlichkeiten an der Siemensstraße.

Noch im Umzugsstress: (von links) Kirsten Voelzke (1. stellv. Vorsitzende des Kinderschutzbundes) und Dörte Wahlen (Geschäftsführerin des Kinderschutzbundes.

Die ersten Planungen für einen Neubau gab es bereits 2011. Zuerst war das Gelände zwischen der Valentin-Traudt-Schule und dem ehemaligen Festplatz im Gespräch. Da hier aber die Straße nicht ganz bis zum Grundstück geht, hätten das erhebliche Mehrkosten bedeutet.

Dann sei überlegt worden, dass Gebäude der alten Post zu erhalten, zu erweitern und dort zusammen mit der Jafka einzuziehen. Aber auch der Plan sei gescheitert, weil die bauliche Substanz des Hauses es nicht zugelassen habe.

Die Jafka habe sich dann für das evangelische Gemeindezentrum entschieden und der Kinderschutzbund für einen Neubau. Die Kosten, um das Grundstück bebaubar zu machen, wurden mit Mitteln aus dem Projekt der sozialen Stadt finanziert. Insgesamt sei der Neubau mit 750 000 Euro kalkuliert. „Wir liegen jetzt etwas drüber, aber das ist noch im Rahmen“, sagt Wahlen. Der Betrag wurde zu gleichen Teilen aus Eigenmitteln und Spenden, über einen Kredit und mit Projektgeldern der Deutschen Fernsehlotterie finanziert.

Derzeit hat der Kinderschutzbund 23 Mitarbeiter, über 40 Ehrenamtliche sind aktiv.

Service

Das neue Familienzentrum Rothenditmold ist ab dem 11. Januar an der Wolfhager Straße 170 zu finden. Es gibt Angebote für verschiedene Altersgruppen:

Beispielsweise einen Geburtsvorbereitungskurs, einen Babysitterkurs und eine Babysittervermittlung, Eltern-Kind-Gruppen, der Roth-Kelchen Chor, eine AD(H)S Beratung.

Sprechzeiten der Geschäftsstelle sind Mo bis Do von 8.30 bis 13 Uhr. Die Beratungsstelle ist Mo bis Fr von 10 bis 12 Uhr und Mo, Mi, Do von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Telefon: 05 61/ 89 98 52

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