ESV Jahn-Sportplatz: Stadt investiert 140 000 Euro - Schüler profitieren vor allem

Laufbahn als Lichtblick

Sie machen jetzt große Sprünge: Semi (von links), Lily, Selin, Semina, Marten und Giuseppe aus der Klasse 9R testeten als erste die neue Sprunganlage. Foto: Dilling

Rothenditmold. Der städtische Sportplatz an der Mittelfeldstraße in Rothenditmold bot bislang ein eher tristes Bild. Der Hartplatz ist marode, Unterstände sind zum Teil brüchig, am Vereinsheim des ESV Jahn, der den Platz nutzt, haben Vandalen gewütet: Die Glasbausteine in der Außenwand zum Umkleideraum sind großflächig zerstört. Doch nun hat sich etwas getan: Bürgermeister und Sportdezernent Jürgen Kaiser weihte eine 100-Meter-Kunststofflaufbahn mit sich anschließender Sprunggrube ein.

Von der Anlage, die aus dem Programm Soziale Stadt vom Bund und vom Land gefördert wurde, profitieren vor allem die Schüler der Valentin-Traudt-Schule. Sie mussten bisher beispielsweise auf das weit entfernte Nordstadt-Stadion ausweichen, wenn Leichtathletik auf dem Unterrichtsplan stand.

Zum ESV-Jahn-Sportplatz seien es von der Schule aus nur sechs Minuten zu Fuß, sagte Leiter Reiner Hofmeyer. Allerdings müssten die Sanitäranlagen für die Schüler zugänglich gemacht werden, erklärte er. Kaiser versprach, sich um die Schlüssel zu kümmern. Die Lauf- und Sprunganlage könne auch von anderen Vereinen genutzt werden, die Leichtathletik im Programm haben.

Insgesamt hat die Stadt laut Kaiser 140 000 Euro in die Anlage investiert, 20 Prozent als Eigenanteil. Das Sportplatzgelände, das die Deutsche Bahn vor Jahren an die Stadt abgegeben hat, habe „Nachholbedarf“, erklärte Kaiser mit Blick auf den Zustand des Platzes. Für den Hartplatz, der Risse und eine große Vertiefung in der Mitte aufweist, die sich bei Regen mit Wasser füllt, wird die Stadt wahrscheinlich demnächst einen Förderantrag stellen. Es könne dann aber ein Jahr dauern, bis das Geld bewilligt werde, hieß es.

Von Peter Dilling

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