Bau beginnt im September

In Rothenditmold entstehen 359 neue Studentenappartements

So soll es einmal aussehen: Im Herbst nächsten Jahres soll die neue Studentenwohnanlage in Rothenditmold fertig sein. Illistration:  Alphacom

Rothenditmold. Die Vorarbeiten auf dem 16.000 Quadratmeter großen Grundstück an der Mombach- und Witzenhäuser Straße hatten bereits für einige Aufregung bei den Anwohnern gesorgt.

Hier entsteht eine große Studentenwohnanlage mit 359 neuen Appartements. Bei der Sitzung des Ortsbeirats Rothenditmold im Anne-Frank-Haus stellte Frank Weber von der Luxemburger Firma Alphacom das Projekt ausführlich vor. Auch weil hier einmal rund zehn Prozent der Rothenditmolder Bevölkerung leben werden, war das Bürgerinteresse an diesem Tagesordnungspunkt groß.

Bereits 1996 waren auf dem Areal der ehemaligen Schöfferhof-Brauerei drei Appartement-Häuser mit 187 Wohneinheiten entstanden. Die Alphacom Immobilienbeteiligungs AG habe sämtliche Appartements gekauft, auch um Ordnung in die Anlage zu bekommen, erläuterte Weber. Drogenhandel und Rotlichtgewerbe sollten dort nun eigentlich verschwunden sein. Weber: „80 Prozent der Mieter sind jetzt Studenten. Und dies soll künftig eine rein studentische Wohnanlage sein.“

Der Bedarf für ein solches Projekt sei da, ist Weber überzeugt. Im September solle nun mit dem Bau vier weiterer Gebäude begonnen werden, die allesamt einen hohen Energiestandard aufweisen sollen. In drei Wohngebäuden entstehen 359 Appartements mit einer gesamten Wohnfläche von 8100 Quadratmetern. Die einzelnen Appartements werden 21,5 Quadratmeter groß und mit Duschbad, Küchenzeile, Einbauschränken und modernen Möbeln ausgestattet sein. In den Neubauten sollen sie inklusive aller Nebenkosten (auch Internet) 450 Euro, in den älteren Gebäuden 350 Euro monatlich kosten.

Gebaut werden soll auch ein Gebäude, das Gemeinschaftsflächen wie Cafeteria, Lernräume und Waschsalon bietet. Auch einen Empfangsservice soll es geben. Die bereits bestehende Tiefgarage bietet Platz für 280 Fahrzeuge, auch Fahrradabstellplätze sind geplant. Die Flachdächer der drei- bis viergeschossigen Neubauten sollen begrünt und mit Fotovoltaikanlagen ausgestattet werden. Geheizt werden soll über Wärmepumpen, erläuterte Weber. Insgesamt 35 Millionen Euro würden in das Projekt investiert, für das ein Jahr Bauzeit geplant ist.

Man befürchte, dass das Mietniveau in Rothenditmold, dem Stadtteil mit den günstigsten Mieten, steigen könnte, sagte Ortsvorsteher Hans Roth (AUF) zu den vorgestellten Plänen. Eine Sorge, die Weber zu zerstreuen suchte: „Hier darf nur wohnen, der studiert oder eine Ausbildung macht.“ Im Vergleich zu anderen Studentenstädten sei man mit diesem gehobenen Wohnangebot mit den Mieten am unteren Ende angesiedelt.

Aus Sicht der Studenten sei hier eine Station für die Konrad-Leihfahrräder wünschenswert, lautete eine Anregung der Sitzungsbesucher.

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