Kosten von 1,5 Millionen Euro

Sanierung hat begonnen: Seminar- und Tagungshaus Marienhof wird erweitert

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So soll es werden: Das Gebäude des Sozialen Friedensdienstes an der Wolfhager Straße im Stadtteil Rothenditmold wird für insgesamt 1,5 Millionen Euro saniert.

Kassel. In dieser Woche haben die Arbeiten für die Sanierung und Erweiterung des Marienhofs im Stadtteil Rothenditmold begonnen.

Die Arbeiten an dem Seminar- und Tagungshaus des Vereins Sozialer Friedensdienst (SFD) an der Wolfhager Straße, das direkt an das neue Familienzentrum des Kinderschutzbundes angrenzt, werden laut SFD-Geschäftsführer Martin Schwark voraussichtlich 1,5 Millionen Euro kosten und gliedern sich in drei Bauphasen.

Der Verein, 1984 mit dem Ziel gegründet, den Zivildienst als „Sozialen Friedensdienst“ zu gestalten, ist heute Träger für den Freiwilligendienst, schult, betreut und vermittelt junge Menschen, die sich freiwillig sozial engagieren wollen.

Bis zum Sommer dieses Jahres soll der Altbau renoviert werden. Die Bettenzahl wird von 28 auf 47 steigen. Jedes der Drei- und Vierbettzimmer erhält ein eigenes Bad. Außerdem sind ein bis zwei Doppelzimmer geplant sowie eine neue Küche. „Bis September soll der Betrieb wieder laufen“, sagt Schwark. Der Altbau hat zudem zwei Seminarräume.

Im kommenden Jahr wird in der zweiten Bauphase ein zusätzlicher Seminarsaal für 80 Personen mit Küche, Toiletten und Lagerräumen an der Rückseite des Hauses errichtet. Den sowie den Außenbereich will der Verein laut Schwark auch Menschen aus dem Stadtteil für Veranstaltungen zur Verfügung stellen.

Alles fertig bis 2019

In der dritten Bauphase folgt die energetische Sanierung der gesamten Außenhülle sowie die Erneuerung der Haustechnik. Bis 2019, spätestens 2020, sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Dann soll der Marienhof ein „Energie-Effizienzhaus-Plus“ sein.

Mit dem Konzept nimmt der SFD an einem Bundeswettbewerb teil und hofft auf eine Auszeichnung als „Modellbildungsbau“. Dann würden Fördergelder vom Bundesbauministerium fließen - ob und in welcher Höhe entscheidet sich aber erst im Mai.

Finanziert wird die Sanierung und Erweiterung zum Großteil durch Eigenkapital des Vereins. Hinzu kommen ein Bank-Darlehen, Spenden, Sponsoring und eventuell Fördergelder, falls der SFD einen Preis beim Bundeswettbewerb erhält.

Außerdem hat der Verein eine Fundraising-Aktion unter ehemaligen „Freiwilligen“ gestartet. Die genauen Finanzierungsanteile wollte Schwark mit dem Verweis auf noch laufende Verhandlungen noch nicht nennen.

Mehr Arbeit durch Flüchtlings-Betreuung

Für die Einteilung der Bauarbeiten in drei Phasen hatte sich der Verein entschieden, weil dadurch der Betrieb nach der ersten Phase wieder aufgenommen werden kann. Unter anderem durch die von der Bundesregierung anvisierte Betreuung von Flüchtlingen durch Freiwillige bei der Integration werde das Geschäftsfeld des Vereins wachsen, sagt SFD-Geschäftsführer Martin Schwark. Das heißt, mehr Freiwillige müssen geschult, betreut und vermittelt werden. Gleichzeitig ist die Förderung des Auslandsfreiwilligendienstes um 30 Prozent gekürzt worden. Das binde Personal, weil dafür mehr Spenden akquiriert werden müssten. Die Arbeit des Vereins, der aktuell 33 Mitglieder zählt, wird durch staatliche Fördergelder und Spenden finanziert.

Weitere Informationen zum Projekt sowie Angaben zu Spenden erteilt das SFD-Büro, Annastraße 11, 34119 Kassel, Ansprechpartner ist Willem Heins, Telefon 0561/71268-16, E-Mail marienhof@sfd-kassel.de, www.sfd-kassel.de

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