Bundesleistungshüten

Schäferhunde aus ganz Deutschland zeigen ihr Können

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Team aus Mensch und Hund: Schäferin Nancy Denecke und ihr Schäferhund Rocky aus der Glockenbergschäfferein hüteten als erstes die Schafsherde. Sie erzielten 65 Punkte.

Es geht um das Zusammenspiel von Mensch und Hund: Das Bundesleistungshüten des Vereins für Deutsche Schäferhunde (SV) findet am Wochende in Kassel statt.

Austragungsort ist das Gelände der Ortsgruppe Kassel-Ost des SV in der Eichwaldstraße. 

Wir stellen den Wettbewerb in Zahlen vor:

3 Jahre lang müssen die Schäferhunde in der Regel zum Hüten ausgebildet werden. Die Hunde müssen in diese Aufgabe hineinwachsen, sagt Andreas Smietana, der von Beruf Schäfer ist und im vergangenen Jahr das Bundesleistungshüten gewonnen hat. Um an Wettbewerben teilzunehmen, müssen die Hunde mindestens 14 Monate alt sein.

16 Hunde treten am Wochenende an. Beim Hüten arbeitet der Schäfer mit einem Haupthund und einem Beihund. Beim Leistungshüten wird allerdings nur der Haupthund bewertet. Der Beihund wird zu seiner Unterstützung eingesetzt. Insgesamt nehmen 24 Schäferhunde am Wettbewerb teil. Am Samstag finden die Hütedurchgänge von 9 bis 16.30 Uhr statt. Am Sonntag bereits ab 8 Uhr, der letzte Durchgang ist um 15 Uhr. Die Siegerehrung ist für 16.30 Uhr geplant.

100 Punkte können beim Hütewettbewerbe insgesamt erreicht werden. Über die Bewertung entscheiden drei Richter. Die Punkte werden anhand von 12 Kriterien verteilt. Darin enthalten sind verschiedene Übungen wie das Auspferchen, das heißt das Treiben der Schafe aus einem Gehege, und das Führen der Schafe über einen Engweg. Bewertet wird allerdings auch die Selbstständigkeit der Hunde und ihr Fleiß. Um am Bundesleistungshüten teilnehmen zu dürfen, muss der der Hirte bei einem Landeswettbewerb mindestens 80 Punkten geholt haben.

249 Kilometer haben Andreas Smietana und sein Sohn Alexander Smietana zurückgelegt, um am Wettbewerb teilzunehmen. Die beiden kommen aus Weidenbach in Bayern. Alexander Smietana ist mit 17 Jahren zugleich der jüngste Hirte und derzeit in der Ausbildung zum Schäfer. Die Smietanas sind eine Schäferfamilie, neben Vater und Sohn ist auch Mutter Kerstin Schäferin.

300 Schafe groß ist die Schafsherde, die beim Wettbewerb gehütet wird. Die Schafe kommen aus Wolfsanger und gehören Schäfermeister Hubertus Dissen. Während der 16 Hütedurchgänge wird immer die gleiche Herde gehütet. Der erste Startplatz ist deswegen der Unbeliebteste: In den späteren Durchgängen sind die Schafe schon an den Hüteablauf gewöhnt.

50.000 Quadratmeter ist das Hütegelände groß, auf dem der Wettbewerb stattfindet. Das entspricht sieben Fußballfeldern. Es muss so groß sein, damit die Schafe über die drei Tage genügend Futter haben. Für die einzelnen Übungen wurde mit einem Rasenmäher künstliche Furchen auf dem Feld geschaffen.

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