Tag der Städtebauförderung am 21. Mai

Schönheitskur für Kassel: 16 Millionen Euro flossen in Städtebau

Mit Fördergeld unterstützt: Die Grünanlage Bleichwiesen am Fulda-Ufer im Stadtteil Wesertor. Archivfoto: Malmus

Kassel. Anlässlich des bundesweiten Tages der Städtebauförderung haben wir Bilanz gezogen, wohin Fördergeld im Stadtgebiet geflossen und was geplant ist.

Die Umgestaltung des Schulhofs des Goethe-Gymnasiums im Wesertor, des Spielplatzes an der Heußnerstraße in Rothenditmold sowie die Investitionen in den Bergpark und die Wilhelmshöher Allee sind nur einige Beispiele für städtebauliche Projekte, die in Kassel anstehen und gefördert werden.

Ohne Förderung durch Bund und Land käme die Stadtentwicklung kaum voran. Rund 16 Millionen Euro investierte die Stadt in den vergangenen 15 Jahren in kommunale Bauprojekte, die durch Fördermittel bis zu 90 Prozent refinanziert wurden.

Der Stadtteil Wesertor zum Beispiel wurde Ende 2007 in das Städtebauförderungsprogramm „Soziale Stadt – Investitionen im Quartier“ aufgenommen. Ziel war es, das Programmgebiet – welches rund 6000 Einwohner und eine Fläche von rund 95 Hektar verzeichnet – als attraktiven innerstädtischen Wohnstandort mit aktivem Stadtteilleben und gutem Freizeitwert zu positionieren. Zahlreiche Projekte wurden seit der Aufnahme in das Förderprogramm bis heute erfolgreich umgesetzt. Ein Beispiel ist die Grünanlage Bleichwiesen am Fulda-Ufer.

Das Fördergebiet Rothenditmold ist seit 2001 Teil des Programms „Stadtsanierung“ und seit 2010 im Programm „Soziale Stadt“. Ziel ist es, das 209 Hektar große Fördergebiet mit seinen 8725 Einwohnern durch einen Entwicklungsprozess als Wohn- und Arbeitsstandort zu verbessern.

Die Engelhardstraße wurde neugestaltet, ebenso der Vorplatz des Kulturbahnhofs. Das ehemalige evangelische Gemeindehauses an der Wolfhager Straße ist zum Haus der Zukunft umgebaut worden. Weitere Geldsummen flossen in die Umgestaltung der ehemaligen Festwiese zu einem Spiel- und Sportpark.

Auch der Nordstadtpark und das Nordstadtstation in Nord-Holland wurden mit Hilfe der Städtebauförderung saniert. Das Fördergeld wurde zur Verbesserung des Wohnumfelds im Brückenhof und am Mattenberg in Oberzwehren genutzt. Dabei wurden die Zugangswege der Gebäude erneuert, Spielbereiche und Aufenthaltsmöglichkeiten geschaffen. Das größte Projekt im Stadtteil war der Umbau der ehemalige Turnhalle an der Berlitstraße zum „KulturHaus Oberzwehren“.

Tag der Städtebauförderung am 21. Mai: Zahlreiche Veranstaltungen

Der „Tag der Städtebauförderung“ findet seit 2015 bundesweit statt. Auch in Kassel gibt es heute und morgen zahlreiche Veranstaltungen.

Stadtteilfest 

Den Auftakt des Programms bildet bereits heute von 15 bis 18 Uhr ein Straßenfest im Stadtumbau-Förderquartier Oberzwehren. Im Mattenberg warten zwischen den Straßenabschnitten „Kurze Erlen“ und „Am Steinbruch“ Verpflegungsstände, Musik, Auftritte, Spielangebote für Kinder und eine Stadtumbau-Ausstellung auf die Besucher. Eine Führung findet ab 16 Uhr statt.

Ausstellung 

Am Vorabend des Aktionstags findet zudem eine Ausstellungseröffnung zu den Förderprojekten Bergpark Wilhelmshöhe und Wilhelmshöher Allee statt. Die Ausstellung wird heute um 19 Uhr offiziell eröffnet. Veranstaltungsort ist das Haus der Kirche an der Wilhelmshöher Allee 330. Im Mittelpunkt des Abends steht ein Vortrag des ehemaligen Beauftragten für das Welterbe in Hessen, Prof. Dr. Gerd Weiß. Die Ausstellung „Der Bergpark Wilhelmshöhe und die Wilhelmshöher Allee“ ist auch morgen von 10 bis 17 Uhr im Haus der Kirche zu besichtigen.

Stadtteilrundgänge 

Mit Stadtteilrundgängen, Entdeckungstouren und einer Ausstellung sollen die Veränderungen im Stadtteil Wesertor erlebbar gemacht werden.

• Ausstellung im öffentlichen Raum - Projektergebnisse vor Ort sichtbar machen (20. bis 23. Mai). Informationen im Stadtteilbüro Wesertor, Weserstraße 38-40.

• Stadtteil(ver)führungen – Geführter Rundgang durch den Stadtteil, inklusive einem kleinen Imbiss morgen ab 10 Uhr, Treffpunkt Stadtteilbüro.

• Ausstellung – Fotodokumentationen „Wesertor einst und heute“ und Filmvorführung „Wesertor – eine Entdeckungstour“ morgen von 10 bis 14 Uhr im Stadtteilbüro.

Buntes Programm

Auch in Rothenditmold wird am Samstag ein buntes Programm geboten. Kinder und Jugendliche können unter Leitung der Graffiti-Künstler Dustin Schenk und Amadeus Werner die Wand am Spielpark hinter der Valentin-Traudt-Schule neu gestalten. Der Workshop beginnt um 11 Uhr, mit dem Abschluss ist gegen 17 Uhr zu rechnen. Besichtigt werden kann weiterhin von 13 bis 16 Uhr das neue „Haus der Zukunft“ an der Wolfhager Straße 165. Das ehemalige Gemeindehaus wird zurzeit aufwendig umgebaut. Stündliche Führungen gibt es ab 13 Uhr. Eine Plakatausstellung informiert über Projekte im Städtebaufördergebiet Rothenditmold. Im Familienzentrum, Wolfhager Straße 170, ist von 14 bis 17 Uhr das neue Terrassen-Café geöffnet. Bei Regen wird das Café ins Haus verlegt. Auch Hausführungen sind möglich.

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