HNA liegt Mietvertrag vor

Eishallenmiete: Simon Kimms Aussagen sind wohl falsch

Kassel. Der Vorwurf war harsch: „Die von Dennis Rossing und der KEBG  in die Öffentlichkeit getragenen Zahlen stimmen hinten und vorn nicht!“ So hatte Simon Kimm vor Weihnachten auf Aussagen von Dennis Rossing reagiert.

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Damit hatte der Gesellschafter der Kasseler Eissporthalle-Betriebsgesellschaft KEBG die Kündigung des Mietvertrages für die Eissporthalle zum 30. April 2014 begründet. „Wir lassen uns nicht ausnehmen“, hatte Rossing erklärt und auf einen unangemessen hohen Mietzins von 340.000 Euro pro Jahr verwiesen. Und hat damit die korrekte Summe genannt. Denn im Mietvertrag vom April 2013 für die Eissporthalle zwischen der Kasseler Sportstätten-KG der Eheleute Kimm und der KEBG, der der Redaktion in Auszügen vorliegt, ist tatsächlich genau diese Summe fixiert. Hinzu kommen 19 Prozent Steuer, also 64 600 Euro. Ergibt für die KEBG eine jährliche Belastung von 404 600 Euro. Rechnet man nun noch Nebenkosten z. B. für Grundsteuer, Erbpachtzins, Straßenreinigung und Versicherungen hinzu, die monatlich mit 6000 Euro plus Steuer zu zahlen sind, hat der Hallenmieter pro Monat gut 40 000 Euro an Fixkosten – ohne Energie!

Außerdem haben sich die Vermieter eine Mietausfallbürgschaft über 300 000 Euro von der Familie Rossing ausstellen lassen.

Auf HNA-Anfrage erklärte KEBG-Chef Stefan Traut: „Nun müssen wir uns nicht weiter von Herrn Kimm als Lügner darstellen lassen. Er ist nicht fertig mit uns, sondern wir mit ihm. Lange Zeit haben wir es im Guten versucht, jetzt ist das Fass übergelaufen.“

Traut verweist auf ein Angebot der KEBG, das von Kimms unbeantwortet blieb, die Halle ab Mai 2014 zu neuen Konditionen weiter zu mieten. Darin waren bei einer Vertragsdauer von fünf Jahren Mietsummen von 120 000 (Oberliga) und 170 000 Euro (DEL2) plus Nebenkosten genannt worden. (frz/sam)  

Weitere Hintergründe lesen Sie in der HNA-Samstagsausgabe.

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