Kassel von oben

Simulator soll Flug im Fieseler Storch nachahmen

Flug mit dem Fieseler Storch über Kassel: So können das bisher nur Flieger und einige wenige Passagiere erleben. Mit dem Flugsimulator wird das für alle Interesenten möglich. Repros: Universität Kassel/Förderverein Fieseler Storch

Kassel. Der Fieseler Storch bekommt Unterstützung von der Kasseler Universität. Hier wird ein Flugsimulator entwickelt, der demnächst für ein außergewöhnliches Erlebnis sorgen soll.

Aus dem Nachbau des Original-Cockpits kann man dann Kassel aus der Vogelperspektive bei einem simulierten Flug mit dem Fieseler Storch erleben. Das in Kassel konstruierte und gebaute Propellerflugzeug ist wegen seiner außergewöhnlichen Eigenschaften legendär. Der Storch kann auf extrem kurzen Pisten starten und landen. In früheren Jahren hat er das unter anderem auf dem Friedrichsplatz sowie bei spektakulären Einsätzen auf einem Gletscher und in den italienischen Bergen bewiesen.

Ein Team flugbegeisterter Ingenieure und Studenten der Kasseler Universität - alle arbeiten unentgeltlich - hat bereits mit dem Bau des Flugsimulators begonnen. „Für das Material, die Elektronik und die Software suchen wir noch Sponsoren“, sagt Prof. Albert Claudi, der sich für das Projekt engagiert. Das Fachgebiet Anlagen und Hochspannungstechnik der Universität koordiniert die Aktivitäten. Für den Simulator sind Fachkenntnisse aus den Bereichen Maschinenbau, Elektrotechnik, Informatik und Aeronautik erforderlich.

Der Flugsimulator soll zu einer Attraktion in der geplanten Ausstellungshalle auf dem Gelände des Kasseler Flughafens in Calden werden. Die Weichen für das „Storchennest“ könnten zu Beginn des Jahres gestellt werden. „Wir hoffen, dass wir bald loslegen können“, sagt der Vorsitzende des Fördervereins Fieseler Storch, Hartmut Fischer. Derzeit befindet sich der Storch (Baujahr 1943), der von dem Verein aufwendig und originalgetreu restauriert wurde, zur Wartung in Paderborn. Es gebe jede Menge Anfragen von Interessenten, die gern einmal mit dem Storch fliegen würden. Unter anderem aus Kostengründen sei das kaum möglich.

Mit dem Flugsimulator, der alle Instrumente und die Inneneinrichtung im Cockpit als Nachbau vereint, sei das Erlebnis nahezu beliebig oft möglich. In der Simulation starten die Piloten vom Heimatflughafen Kassel zu einem Rundflug über die Stadt mit ihren Sehenswürdigkeiten von der Aue bis zum Herkules. Es gibt unterschiedliche Schwierigkeitsgrade vom Anfänger bis zum Profi.

Ende Januar soll das Projekt in Zusammenarbeit mit dem Förderverein an der Universität (Fachgebiet Anlagen und Hochspannungstechnik) präsentiert werden. Kontakt und Information: www.storch-simulator.de

Weitere Infos zum Fieseler Storch finden Sie in unserem Regiowiki.

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