Unternehmen Heidenbluth gehört zu Top 3

Sie sind Spezialisten für die Automatisierung von kniffligen Schweißarbeiten

Foto mit Schweißroboter: Onur Kayhan (links) und Armin Heidenbluth führen das kleine Familienunternehmen in Fuldabrück. Nicht auf dem Foto ist Mitgeschäftsführerin Nihal Heidenbluth Foto. Koch

Kassel/Fuldabrück. Wenn es um die Automatisierung von kniffligen Schweißarbeiten geht, sind die Spezialisten der kleinen Fuldabrücker Heidenbluth GmbH nicht weit.

In einem eigenen, modernen Testzentrum mit 20 automatischen und halbautomatischen Anlagen fahren sie im Auftrag ihrer Kunden Schweißversuche, erstellen Machbarkeitsstudien und Kalkulationen, planen komplette Schweißzellen, kaufen die Komponenten ein, lassen sie Anlagen bauen, richten sie ein, nehmen sie in Betrieb und schulen die künftigen Nutzer so lange, bis alles klappt.

„Der Kunde kommt mit einem Problem zu uns, wir lösen es und sagen ihm, was es kostet und ob es sich rechnet“, beschreibt Geschäftsführer Armin Heidenbluth das Geschäftsmodell des Familienunternehmens. Das Geschäft mit der Anwendungstechnik wird immer wichtiger. Heidenbluth arbeitet zwar auch für große Unternehmen im Umkreis von 200 Kilometern. Im Fokus der Schweißprofis stehen aber vor allem mittelständische Metallbetriebe, Anlagen- und Maschinenbauer sowie Zulieferer. „Da sehen wir ein großes Potenzial“, erklärt der Chef. „Wer ein Schweißproblem hat, kommt zu uns. Wir sind die Spezialisten“, fügt Vertriebs- und Marketingleiter Onur Kayhan selbstbewusst hinzu.

Heidenbluth tut das eine, ohne das andere zu lassen. Denn das angestammte Geschäft – der Handel mit Schweißtechnik und -zubehör sowie Schutzkleidung, der Verleih von Geräten, Service, Wartung und Reparatur – sind und bleiben ein wichtiger Bestandteil und erfahren dieselbe Aufmerksamkeit wie die Anwendungstechnik.

Heidenbluth fühlt sich wohl in seiner Nische und zählt sich mit seinen 40 Mitarbeitern und zehn Millionen Euro Jahresumsatz bundesweit zu den Top 3 der Schweißprofis. Das Geschäft läuft gut, denn immer mehr Unternehmen aus Industrie und Handwerk versuchen, komplexe Schweißarbeiten zu automatisieren – aus Kostengründen, aber auch weil gute Schweißer Mangelware sind.

Heidenbluth nimmt seinen Kunden das Risiko ab, die falsche Anlage oder den falschen Roboter anzuschaffen. Wenn Versuche in der eigenen Werkstatt erfolgreich sind, schneidern die Schweißtechniker eine individuelle Anlage. Und wenn das Problem nicht oder nur zu unverhältnismäßig hohen Kosten gelöst werden kann, wird nicht automatisiert und eine hohe Falschinvestition vermieden. In 30 bis 40 Prozent der Fälle rät Heidenbluth den Kunden von der Automatisierung ab.

Der Umsatz des mittelständischen Unternehmens wächst nach Angaben der Geschäftsleitung um jährlich zehn Prozent, die Belegschaft um einen Mitarbeiter.

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