Modekette in Schwierigkeiten

Planinsolvenz bei SinnLeffers: Kein dramatischer Job-Abbau geplant

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SinnLeffers in Kassel: Auswirkungen des Planinsolvenz-Verfahrens noch unklar.

Kassel. Am Tag nach dem Insolvenzantrag des Modehändler SinnLeffers sind die Auswirkungen des Verfahrens auf das Kasseler Modehaus noch unklar.

Für das Bekleidungsgeschäft, das in diesen Tagen sein 25-jähriges Bestehen feiert, arbeiten am Friedrichsplatz rund 100 Mitarbeiter. Weder die Kasseler Geschäftsleitung noch die Pressestelle in der Hagener Firmenzentrale sind zu erreichen.

Gegenüber der Nachrichtenagentur dpa erklärte Geschäftsführer Friedrich Wilhelm Göbel jedoch, keinen dramatischen Stellenabbau zu planen: „Vielleicht können wir sogar alle Mitarbeiter weiterbeschäftigen.“

Das Textilunternehmen, das bundesweit in 22 Filialen und drei Outlets 1259 Mitarbeiter beschäftigt, hatte am Montag Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Der Schritt sei notwendig gewesen, um das angeschlagenen Unternehmen in einem sich immer schneller wandelnden Markt dauerhaft wettbewerbsfähig positionieren zu können, sagte Göbel.

Das Unternehmen schreibe seit mehreren Jahren rote Zahlen. Maximal drei Filialen sollten im Zuge der Sanierung geschlossen werden. Der Manager zeigte sich überzeugt, dass mit den nun eingeleiteten Maßnahmen „der Fortbestand der SinnLeffers GmbH gesichert ist“.

In den vergangenen Monaten sind bereits eine ganze Reihe namhafter deutscher Textilhändler in wirtschaftliche Turbulenzen geraten, darunter der Herrenmode-Filialist Pohland, der Damenmode-Anbieter Zero und die Textilkette Wöhrl.

Letztere gehört wie SinnLeffers der Nürnberger Unternehmerfamilie Wöhrl. Die Eröffnung des Planinsolvenzverfahrens der Wöhrl AG hatte bereits in der vergangenen Woche für Aufregung in Kassel gesorgt. Da hatte es vonseiten der SinnLeffers GmbH noch geheißen, die Insolvenz des Schwesterunternehmens habe keine Auswirkungen auf den eigenen Bestand. Nun ist auch SinnLeffers selbst in die Insolvenz gegangen. (mit dpa)

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