Jugendliche sollen Schäden selbst reparieren - Ortsbeirat Nord-Holland gibt 1000 Euro

Soccer-Box kommt wieder

Trauriger Anblick: Die Soccer-Box in der Friedrich-Wöhler-Siedlung ist schon länger nicht mehr bespielbar. Foto: Dilling

Nord-Holland. Die einst aus Mitteln der „Sozialen Stadt“ gebaute Soccer-Box in der Friedrich-Wöhler-Siedlung ist längst wegen zahlreicher Vandalismusschäden unbenutzbar. Jetzt unternimmt die Kinder- und Jugendförderung der Stadt Kassel in Zusammenarbeit mit dem freien Träger „Outlaw“ einen neuen Anlauf, das früher so beliebte Fußballspielfeld in dem Wohngebiet mit vielen benachteiligten Familien instand zu setzen. Das sei der Wunsch vieler Jugendlicher im Quartier, berichtete jetzt Petra Meyer von der Kinder- und Jugendförderung des Jugendamts. Sie rechne damit, dass die Reparaturen schon nächste Wochen beginnen.

Benachteiligte Jugendliche, die die Hegelsbergschule besuchen und zum großen Teil selbst im Quartier wohnen, sollen im Rahmen des vom europäischen Sozialfonds und dem Bund geförderten Projekts „Jugend stärken im Quartier“ bei der Reparatur der Umrandung des Spielfelds, die aus Metall und Holz besteht, helfen, ein Ballfangnetz installieren und gleichzeitig etwas für eine spätere Ausbildung lernen. Man werde auch versuchen, Paten unter den Jugendlichen zu finden, die sich ständig um die Anlage kümmern, sagte Meyer. Frühere Anläufe zu einer Reparatur seien gescheitert, weil der Eigentümer der Siedlung insolvent geworden sei. Mit den neuen Besitzern, der Wohnungsgesellschaft Buwog, sei man in ein konstruktives Gespräch gekommen.

Der Ortsbeirat Nord-Holland hat vor kurzem 1000 Euro aus seinen Verfügungsmitteln für dieses Projekt bereit gestellt, nachdem zuvor vereinzelt Skepsis geäußert worden war, dass die Soccer-Box wie in der Vergangenheit demoliert werden könnte. Es seien nicht junge Leute aus dem Quartier, die seinerzeit die Schäden angerichtet hätten, sondern Jugendliche von auswärts, hielt Meyer vom Jugendamt den Skeptikern entgegen. Offen ist allerdings, wie die Anwohner der unmittelbar angrenzenden Häuser mit dem Lärm zurecht kommen werden. Die Errichtung von Lärmschutzwänden würde viel zu teuer. Das Geld dafür habe man nicht, sagte Meyer. (pdi)

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