Fitness-Studio und Hotel Reiss: An der Werner-Hilpert-Straße wird investiert

Kräftige Farben: Viele Jahre stand das Bürogebäude an der Werner-Hilpert-Straße leer. Nach der Sanierung hat dort nun ein Fitness-Studio seinen Betrieb aufgenommen. Fotos: Koch

Kassel. Signalrot leuchten die Fensterbänder in dem sanierten 60er-Jahre-Bau an der Werner-Hilpert-Straße 10 bis 12. Das Fitness-Studio She&He-Body, das hier vor Kurzem eröffnete, hat tatsächlich so etwas wie ein Signal zum Aufbruch gesetzt.

Über vier Jahre stand das Gebäude leer. Nun hat es die Aydin, Murat & Kabasakal GbR gekauft und zu neuem Leben erweckt - eine 2,5-Millionen- Euro-Investition. Seit das Studio seinen Betrieb aufgenommen hat, gibt es mehr Leben auf der Werner-Hilpert-Straße. Riza Karakan, der den Cuba-Club gegenüber betreibt, freut sich darüber. „Das ist schön für den Stadtteil“, sagt er. „Allein auf die Fassade freue ich mich schon.“ Noch erschwert ein Gerüst den Blick auf die frischen Farben des sanierten Gebäudes. Es soll in diesen Tagen abgebaut werden. Der Wirt des Cuba-Clubs hat sich inzwischen entschlossen, einen Mittagstisch anzubieten, der gut angenommen wird.

Glauben an den Standort: She&He-Geschäftsführer Kaan Kabasakal mit Ehefrau Lilia sowie Geschäftsführer Mehmet Murat (von links).

„Wir können diese Straße beleben“, sagt Kaan Kabasakal, einer der beiden Geschäftsführer des neuen Fitness-Studios für Männer und Frauen mit zwölf Mitarbeitern. 3000 Mitglieder sollen in anderthalb Jahren in den fünf Etagen des Hauses trainieren und Wellness-Angebote wie einen Hamam, ein türkisches Bad, nutzen. Ein ehrgeiziges Ziel. Der Betrieb werde sich positiv auf die Umgebung auswirken, sagt Kabasakal, der auch Inhaber des Fitness-Studios She-Body an der Wilhelmshöher Allee ist. „Wir hoffen, dass mehr Geschäfte kommen“, sagt der Geschäftsmann mit türkischen Wurzeln. Die zentrale Lage in der Kasseler Innenstadt und die Nähe zur Universität sieht der 37-jährige studierte Sportler und Physiotherapeut als große Vorteile an. Doch noch sind viele Schaufenster in der Werner-Hilpert-Straße leer und nicht alle Schmuddelecken verschwunden.

Dirk Vogel, Inhaber des Kostümverleihs Ziege & Harjes, freut sich über den Zuwachs. „Das sieht nett aus“, sagt er über das sanierte Gebäude, das früher wie ein dunkler Klotz wirkte. Das Fitness-Studio sei ein Gewinn fürs Straßenbild. Auch wenn das Traditionsunternehmen, das seit 62 Jahren vor Ort ist, vor allem auf Stammkunden setzt: Investitionen in der Nachbarschaft seien immer hilfreich, sagt der Firmenchef. „Das Schlimmste ist, wenn drumherum alles leer steht.“

Documenta als Zugpferd

Neuen Schwung wird auch das Hotel Reiss bringen, das in wenigen Monaten nach umfassender Sanierung wieder öffnen soll. Es wird für fünf Millionen Euro zu einem Kunst- und Kulturhotel umgebaut. Chancen für die Werner-Hilpert-Straße sind zudem mit der documenta 13 verbunden, die im nächsten Jahr auch im Kulturbahnhof stattfinden wird. Die Stadt bemüht sich ebenfalls, dem Viertel rund um den Kulturbahnhof auf die Sprünge zu helfen. Ein Bebauungsplan soll sicherstellen, dass die Mischung aus Wohnen, Kultur und kleinteiligem Gewerbe erhalten bleibt.

Von Ellen Schwaab

D. Ankeauch
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@ urumaus:

missgunst (wie sie hier in einigen kommentaren deutlich zu lesen ist) resultiert fast immer, wenn auch unbewusst, auf neid! das können sie übrigens auch bei wikipedia nachlesen.

und den herrn kabasakal dann mit herrn göker (der mittlerweile nachweisbar rechtliche fehler begangen hat) auf eine stufe zu stellen, ohne dass sie auch nur ansatzweise beweisen können oder stichhaltige agumente für diesen vorwurf haben dass er sein geld nicht rechtens verdient hat, ist mindestens genau so arm und zeugt von voreingenommenheit und pauschalisierung.

nur weil es menschen wie herrn göker gibt, heißt das noch lange nicht dass alle erfolgreichen menschen kriminell sind.

ich kenne herrn kabasakal nicht, aber solang angebliche dunkle machenschaften lediglich auf unbewiesenen gerüchten und hier gestreuten verleumdungen basieren freue ich mich lieber auf die belebung fast toter stadtteile in kassel bis irgendjemand das gegenteil beweißt!

UrumausAntwort
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Es ist noch zu erwähnen, dass ich die Leserbriefe betreffend der dam. Göker-Mitarbeiter (ehem. MEG AG) meine. Die sprachen auch immer von Neidern. Und nun????? Großer Mann ganz klein!!! Armes Dumm...land.
(=Früher Deutschland)

Urumaus
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Nach dem Lesen aller Kommentare erinnert mich das Ganze an die MEG - AG.
Naja, wenigstens sind die Parkplätze in dieser Straße ausgelastet und die Einnahmen der Stadt Kassel vorerst gesichert.

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