476 Anzeigen in der Stadt Kassel - Eigentümer bleiben oft auf den Kosten sitzen

Sprüher verursachen hohen Schaden durch Graffiti

Hässlich: An der Wilhelmshöher Allee gegenüber der Grimm-Schule sind mehrere Fassaden beschädigt worden. Foto:  Fischer
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Hässlich: An der Wilhelmshöher Allee gegenüber der Grimm-Schule sind mehrere Fassaden beschädigt worden.

Kassel. Ein 20-jähriger Mann aus Kassel soll innerhalb von eineinhalb Jahren über 150 Graffitis in Kassel und Marburg auf Fassaden gesprüht haben. Allein die Bundespolizei beziffert den Schaden, den der Tatverdächtige an Bahnhöfen und Zügen verursacht haben soll, auf über 60.000 Euro.

Im Dezember 2012 sei der Student von der Bundespolizei auf frischer Tat beim Sprühen erwischt worden, sagt Sylvia Paar. Die Polizeioberkommissarin arbeitet bei der Arbeitsgruppe Graffiti, die bei der Operativen Einheit des Polizeipräsidiums Nordhessen für die Sachbeschädigungen durch Sprayer zuständig ist.

Der Schaden, der jährlich in Nordhessen durch Graffiti entsteht, geht in die Hunderttausende. Im Jahr 2010 wurde ein Schaden von 135.280 Euro festgestellt, 2011 waren es 256.725 Euro. Die Zahlen für 2012 werde das Landeskriminalamt bald veröffentlichen.

Die meisten Schäden im Bezirk des Polizeipräsidium Nordhessen sind in Kassel angerichtet worden. 2010 wurden 466 Fälle in der Stadt und ein Jahr später 476 Delikte registriert. Paar geht davon aus, dass die Dunkelziffer wesentlich höher ist. „Es gibt viele Geschädigte, die zeigen die Sachbeschädigung nicht an, weil sie denken, dass der Täter ohnehin nicht ermittelt wird.“ Sie rät dennoch unbedingt zur Anzeige. Erwische die Polizei einen Täter, dann könnten diesem in der Regel zahlreiche Delikte anhand des Tags (Kennzeichen des Sprühers) zugeordnet werden.

Fotos: Graffiti-Schmierereien ärgern Hauseigentümer

Graffiti-Schmierereien ärgern Hauseigentümer

Allerdings bedeute das nicht, dass den Hauseigentümern auch der Schaden automatisch erstattet werde, sagt Paar. „Sie müssen das selbst einklagen und in einem Zivilverfahren nachweisen, dass der Beschuldigte auch ausgerechnet für das Graffiti an ihrem Haus verantwortlich ist.“ Für viele sei das sehr unbefriedigend und sie blieben auf dem Schaden sitzen.

Von Ulrike Pflüger-Scherb

skandalfreiAntwort
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Wenn dann der sogenannte Student wenigstens was intelligentes auf die Wand gesprüht hätte. Aber die Bilder die zu sehen sind zeigen nur Schwachsinn. Man sollte es an der Uni bekannt machen,wie geistreich die Spayer sind.

skandalfreiAntwort
(1)(0)

Aus welchem Jahrhundert sind Sie dann. Ihre Strafen entsprechen eher islamisch geprägten Ländern. Körperliche Gewalt in der Form entspricht nicht unserer Kultur. Allerdings ist es in Singapore oder Dubai deshalb so schön sauber, weil kleine Umweltverschmutzungen, wie Kaugummi und Kippen auf die Strasse werfen, eben mal 500-1000 Dollar kosten. Die Strafen bei uns sind scheinbar so gering, dass sich davon niemand abhalten läßt und Kontrollen passieren ja eh kaum. Es gibt auch unangenehme Strafen, die ohne Verstümmelung ihre Wirkung zeigen. Allerdings würde ich mir für Kinderschänder einen Prangen hinter Panzerglas vor dem Rathaus wünschen.

Joe LueAntwort
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Na Klasse, alle Sprayer ab nach Ägypten! Die Bewohner dort werden schon historisch bedingt die Künste zu schätzen wissen...

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