Wechsel zu Piening GmbH

SMA: Verwandtschaftliche Beziehung zu neuem Personaldienstleister

Niestetal/Kassel. SMA sieht keinerlei Interessenkonflikte in der Zusammenarbeit mit seinem neuen Personaldienstleiter Piening. Hintergrund ist, dass die Ehefrau des Leiters der zuständigen Piening-Niederlassung in Kassel, Andreas Völkner, in der SMA-Personalabteilung beschäftigt ist.

Lesen Sie auch:

- SMA wechselt der Personaldienstleister

- SMA-Krise: Zeitarbeiter leiden zuerst

- Krise erreicht SMA: 1000 Mitarbeiter müssen gehen

Anna Völkner arbeitet eng mit Personalvorstand und Arbeitsdirektor Jürgen Dolle zusammen.

Auf Anfrage erklärte SMA-Pressesprecherin Anja Jasper: „Die Auswahl des Zeitarbeitsunternehmens bei SMA unterliegt transparenten, strengen Ausschreibungskriterien, und wir achten zu jeder Zeit darauf, dass Mitarbeiter keinen Einfluss auf Entscheidungen nehmen, aus denen Verwandten oder Freunden Vorteile erwachsen könnten. Dies gilt selbstverständlich auch für den Auswahlprozess der Piening GmbH.“

Eine Piening-Sprecherin verwies in diesem Zusammenhang auf SMA.

Fotostrecke: SMA - Unternehmensgeschichte in Bildern

SMA - Die Unternehmensgeschichte in Bildern

Wie berichtet, hatte der langjährige Personaldienstleister des Niestetaler Unternehmens, die Kasseler Team-Time GmbH, die Zusammenarbeit zum Jahresende gekündigt. Team-Time-Chefin Ute Urbon begründete den Schritt mit gesundheitlichen Problemen. Sie wolle sich aus dem Unternehmen zurückziehen. An einer Nachfolgeregelung werde gearbeitet.

Urbon ist die Ehefrau von SMA-Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon. Zwar haben auch die Wirtschaftsprüfer in der Vergangenheit keinerlei Beanstandung an der Zusammenarbeit von SMA und Team-Time sowie an der verwandtschaftlichen Beziehung der beiden Firmenchefs gehabt, viele Beobachter in der Region hatten sich aber verwundert über die ungewöhnliche Konstellation gezeigt.

Massiver Stellenabbau

In der Spitze, im Solar-Boomjahr 2010, hatte Team-Time zeitweise mehr als 2000 Zeitarbeiter bei SMA im Einsatz. Derzeit sind es weniger als 400. In den nächsten Wochen wollen sich die Niestetaler angesichts der schlechten Auftragslage von den weltweit insgesamt noch gut 500 Zeitarbeitern trennen sowie 450 feste Stellen abbauen - davon 350 in Kassel und Niestetal. Ob und wann SMA erneut Leiharbeiter in größerem Umfang in Anspruch nehmen muss, hängt von der künftigen Entwicklung des Solartechnikmarktes ab.

Von José Pinto

DerUnbeugsame
(9)(0)

Wer will denn überhaupt dann noch bei SMA arbeiten - als Zeitarbeiter und vielleicht auch als fest angestellter Ingenieur? Was verdient ein Ingenieur nach TV und was verdient ein Ingenieur bei SMA? kununu und andere Seiten sprechen da eine deutliche Sprache! Das wird wohl nichts mit dem Great Place To Work 2013!

Der Meßmer von der IGM und zwei Herren vom Betriebsrat sitzen im Aufsichtsrat bei SMA, zwar auf der Arbeitnehmervertreterseite, aber warum lassen gerade die das alles zu? Wofür ist denn ein Aufsichtsrat da? Sich auf und von mehreren Seiten die Taschen voll machen und was ist der Dank?

http://www.sma.de/fileadmin/co...

Außerdem ist es sicherlich für alle Noch-Zeitarbeiter interessant, warum überhaupt neue Zeitarbeiter gesucht werden und das bereits von dem neuen Zeitarbeitsunternehmen? Ich dachte, die wollen alle Zeitarbeiter nach Hause schicken.

http://www.germanpersonnel.de/...

Feuerkraft01
(9)(0)

Ein Schelm der da böses denkt.Blut war schon immer dicker wie Wasser.
So etwas gibt man nicht eben aus der Hand wenn man merkt einen schnellen und guten Reingewinn mit Leiharbeitern zu machen.
Das ganze ist so transparent das es schon Gelinde gesagt durchsichtig ist.

Alle Kommentare anzeigen