Schulverweigerer

Schulverweigerer: Immer weniger Schüler ohne Abschluss

Kassel. Die Hilfe für Schulverweigerer greift. Ein Ergebnis: Immer weniger Jugendliche in der Stadt und im Landkreis Kassel verlassen die Schule ohne einen Abschluss.

Waren es 2005 noch 97 Jugendliche ohne Schulabschluss, so hat sich die Zahl bis heute um mehr als die Hälfte auf 39 reduziert. Rückläufig ist die Zahl auch im Landkreis: Im Jahr 2008 waren es 77 Schüler (3,5 Prozent) und im vergangenen Jahr nur noch 2,4 Prozent aller Schüler, die dauerhaft die Schule schwänzten.

Seit 2009 befinden sich die Stadt und seit 2007 der Landkreis Kassel im Programm „Schulverweigerung - die 2. Chance“. Der Europäische Sozialfonds (ESF) finanziert das Programm zu 45 Prozent: Für die Stadt Kassel bedeutet das eine Förderung in Höhe von 169.000 Euro und für den Landkreis von 100.000 Euro pro Jahr.

Ziel des Programms ist es, aktive und passive Schulverweigerer im Alter zwischen 12 und 15 Jahren wieder in das Schulsystem zu integrieren, damit diese mindestens einen Hauptschulabschluss erreichen. In den Jugendämtern von Stadt und Landkreis sind mit dem ESF-Geld entsprechende Projektgruppen mit je drei Sozialarbeitern eingerichtet, die sich um die gelegentliche und permanente Schulverweigerer intensiv kümmern.

Für jeweils einen Zeitraum von zwölf Monaten befinden sich in Kassel 30 Schüler in der Maßnahme. Insgesamt benötigten aber nach Schätzungen von Detlev Barth, einem Sozialpädagogen, der das Programm von Anfang an begleitet, 90 Schulverweigerer diese Hilfe. Er und seine Kollegen können in Kassel eine beachtliche Erfolgsbilanz vorweisen: 2012 wurden 94 Prozent aller Kinder im Programm wieder in die Regelschule integriert. Bundesweit werden für die neue Auflage des ESF-Programms „Schulverweigerung die 2. Chance“ vom Familienministerium über 41 Millionen Euro bereitgestellt.

Von Christina Hein

Rubriklistenbild: © dpa

Radobald
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Schwänzen wird bestraft und gleichzeitig gibt es aber auch den Schulausschluss als Strafe. Das widerspricht sich doch. - In vielen Ländern gibt es keine Schulpflicht und es klappt auch. Schüler sollten auch nicht zur Schule gehen müssen, sondern sie müssten sich um den Schulbesuch bewerben müssen. Das würde den Wert von Schule entscheidend erhöhen.

Werner_HeiseAntwort
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@ Johan: Es obliegt ganz sicher nicht Ihnen, mir Vorschriften hinsichtlich der Anrede von das Merkel zu machen..

Dieses FdJ-Mädel hat Deutschland hinsichtlich des Ansehens in der Welt und der Arbeitsmarktpolitik (wir haben seit das Merkel ja "lediglich" 6.500.000 Arbeitslose - z.T. als Hartz-IV-Empfänger getarnt) mehr geschadet als alle Kanzler der Bundesrepublik vor ihr zusammen. Nur merkt das der Konservative nicht oder will es einfach nicht wahrhaben.

JohanAntwort
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@ Werner Heise Wenn jemand aus seiner Sicht von einem "Trümmerhaufen" in Deutschland spricht, dann zeugt das von einer seltsam weltfremden Sicht der Dinge. Ihre persönlichen Gründe für diese merkwürdige Sicht der Dinge müssten Sie viel besser kennen als ich, insofern bin ich erstaunt, dass ich die Ihnen näher erläutern soll. Sie lenken aber von den Dingen ab, um die es mir in der Hauptsache geht. Es ist ihr gutes Recht, andere politische Ansichten zu vertreten, es ist aber eine Unverschämtheit und daher wenig hinnehmbar Personen anderer politischer Coleur zu beleidigen und deren Bildungsstand herabwürdigend in Frage stellen. Welchen persönlichen Bildungsstand haben Sie denn, dass Sie sich derart herablassend über andere äußern können? Ohne eine Antwort auf diese Frage zu kennen kann ich nur sagen, dass es bei Ihnen schon ein Fortschritt wäre, wenn Sie alltägliche Regeln des menschlichen Zusammenlebens wenigstens halbwegs einhalten würden. Ich helfe Ihnen jedoch gern bei der Fortbildung weiter: Wenn man in der deutschen Sprache über Damen spricht, sieht der deutsche Sprachschatz die Verwendung des Artikels "die" vor. Sofern Sie nun eine Erläuterung Ihres merkwürdigen Sprachverständnisses in Erwägung ziehen füge ich vorbeugend hinzu: Lassen Sie es bitte bleiben!

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