Stadt genehmigte Tarifanhebung um durchschnittlich 8 Prozent

Taxifahren in Kassel wird ab Ende Mai teurer

Kassel. Taxi-Fahrgäste in Kassel müssen sich auf höhere Fahrpreise einstellen: Mit Wirkung zum 25. Mai werden die Droschkenfahrten teurer.

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Auf Initiative von Taxiunternehmen und nach Prüfung durch das Ordnungsamt hat der Magistrat jetzt einer Tariferhöhung zugestimmt, die quer durch alle Preisstufen durchschnittlich 8 Prozent ausmacht.

Beispielsweise steigt der Fahrpreis vom Bahnhof Wilhelmshöhe zum Staatstheater - bisher etwa 9,60 Euro - um annähernd einen Euro. Am spürbarsten ist die Anhebung bei der Grundgebühr: Beim Start springen die Taxameter bisher mit einer Pauschale von 1,50 Euro an, künftig werden es 2 Euro sein.

Der derzeit noch gültige Taxitarif ist seit Sommer 2007 in Kraft. Die jetzt beschlossene Erhöhung entspreche dem Anstieg der statistischen Lebenshaltungskosten in diesem Zeitraum, heißt es beim Kasseler Ordnungsamt. Ein wesentlicher Grund für die Anhebung sei, dass die Kosten für gewerbliche Fahrzeugbetreiber in den vergangenen fünf Jahren um 24 Prozent gestiegen seien. Dies sei vor allem auf die Entwicklung der Kraftstoffpreise zurückzuführen.

Mit dem höheren Fahrgastaufkommen zur documenta, die zweieinhalb Wochen nach Inkrafttreten des neuen Taxitarifs beginnt, steht die Preisanhebung übrigens in keinem direkten Zusammenhang. Bereits im Frühjahr 2011 war eine Gruppe von Taxiunternehmern an die Stadt herangetreten und hatte eine Tariferhöhung beantragt. Wegen stark gestiegener Kosten sei das Geschäft kaum noch wirtschaftlich zu betreiben, hieß es zur Begründung. Seither prüfte das Ordnungsamt unter anderem durch die Auswertung von Betriebsdaten, ob die Klagen begründet sind.

Weil die 156 Kasseler Taxis Bestandteil des öffentlichen Nahverkehrs sind, muss die Stadt die Funktionsfähigkeit des Gewerbes sicherstellen und legt - anders als bei den privaten Minicars - auch die Fahrpreise fest. Zum Tage, NÄCHSTE Seite

Von Axel Schwarz