Insgesamt sechs Anlagen

Stadt stellt an vier Straßen neue stationäre Blitzer auf

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Steinweg: Einer der neuen Standorte der Blitzer, die jetzt in Kassel aufgestellt werden. Unser Bild zeigt nicht die exakte Stelle, an der der Blitzer aufgestellt wird, sondern die Position, wo während des Blitzermarathons kontrolliert wurde .

Kassel. Um zu schnellen Autofahrern das Handwerk zu legen, will die Stadt Kassel an vier Hauptverkehrsstraßen insgesamt sechs stationäre Geschwindigkeits-Messanlagen aufstellen.

Es handelt sich um die

- Wilhelmshöher Allee (Höhe Sophienstraße),

- die Bundesstraße 83 (Höhe Lilienthalstraße in beiden Fahrtrichtungen),

- Frankfurter Straße (Höhe Horst-Dieter-Jordan-Straße, stadteinwärts) und den

-Steinweg (wechselnde Fahrtrichtungen).

An diesen Stellen werde dauerhaft zu schnell gefahren, heißt es in einer Presseerklärung der Stadt. Durch die permanente Geschwindigkeits-Überwachung sollen die Autofahrer dazu gebracht werden, langsamer zu fahren. Voraussichtlicher Termin für die Aufstellung der Blitzer ist Ende August.

Die Standorte seien mit einem umfangreichen Prüfschema ermittelt worden, an dem neben den städtischen Fachämtern auch die Polizei, die Polizeiakademie Wiesbaden sowie das Regierungspräsidium Kassel mitgearbeitet hätten.

„Wir haben festgestellt, dass es einen akuten und grundsätzlich Handlungsbedarf gibt, die Geschwindigkeit stärker zu überwachen“, erklärt Oberbürgermeister Bertram Hilgen. „Wenn auf dem Steinweg jeder fünfte Verkehrsteilnehmer die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschreitet und wenn auf der B83 in Höhe einer Kreuzung und Bushaltestelle knapp 60 Prozent der Fahrzeuge zu schnell fahren, dann muss die Stadt handeln.“

Diese Mal will die Stadt bei der Aufstellung der Blitzer wohl alles richtig machen, um einen erneuten Blitzerskandal zu vermeiden. Im Jahr 2012 hatte die Stadt stationäre Blitzer mit fehlerhafter Technik aufgestellt. Die Pannen-Serie machte bundesweit Schlagzeilen und ist bis heute nicht abgeschlossen. Am 12. Mai gibt es deshalb auch wieder eine Verhandlung vor dem Kasseler Amtsgericht.

Die neuen Geschwindigkeits-Messanlagen sollen laserbasiert und entsprechen der neuesten Technik arbeiten. Zuständig für den Betrieb der Anlagen, deren Wartung und die Auswertung der festgestellten Verstöße seien ausschließlich besonders geschulte Beschäftigte des Ordnungsamtes.

Die stationären Blitzer würden im Zuge eines europaweiten Vergabeverfahrens ausgeschrieben und beschafft. Das Vergabeverfahren werde durch eine externe Beratungsfirma begleitet. Bevor sie in Betrieb genommen werden, werde ein unabhängiger Gutachter die Messanlagen prüfen.

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