SPD: Verlieren treuen Freund

Stadt trauert um Ehrenbürger: Hans Krollmann als „beeindruckende Persönlichkeit“ gewürdigt

Hans Krollmann

Kassel. Trauer in der Stadt Kassel und in der nordhessischen SPD um den im Alter von 86 Jahren verstorbenen Hans Krollmann.

„Mehr als ein halbes Jahrhundert lang hat sich unser Ehrenbürger in seinen unterschiedlichen Aufgabenfeldern und Funktionen mit herausragenden Resultaten für Kassel und seine Bürger eingesetzt“, sagte Oberbürgermeister Bertram Hilgen.  „Er war eine außergewöhnliche und beeindruckende Persönlichkeit mit einem großen Herz für die Stadt und ihre Menschen.“

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Der Oberbürgermeister würdigte Krollmann als „hochgeschätzten Lobbyisten der Kasseler Kultur“. Dem Staatstheater habe seine besondere Aufmerksamkeit gegolten. Als Vorsitzender des Vereins „Bürger pro A“ habe er mit dafür gesorgt, dass eines der ältesten europäischen Kulturorchester den gebührenden Status erhielt, betonte der OB. Zudem war Krollmann Mitbegründer der Musikschule Kassel, engagierte sich im Verein „Gegen Vergessen - für Demokratie“ sowie in der Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen. Als politischer Baumeister der Universität habe Krollmann bildungs- und wirtschaftspolitisch nachhaltige Akzente für seine Heimatstadt gesetzt.

Hilgen: „Hans Krollmann hat Jahrzehnte der Politik in Kassel und Hessen geprägt. Mit einem reichen Erfahrungsschatz, nie erlahmender Neugier und der Fähigkeit zu lernen hat er zahlreichen Aktivitäten und Projekten zum Erfolg verholfen. Unser Mitgefühl gilt der Familie.“

„Mit Hans Krollmann verlieren wir einen treuen Freund und Genossen“, sagte SPD-Bezirksvorsitzender Manfred Schaub. In herausragenden Funktionen in der Landesregierung, im Landtag, in der nordhessischen SPD und in der Landespartei habe Krollmann die Werte der Sozialdemokratie verkörpert. Als Landwirtschafts-, Umwelt-, Finanz- und Kultusminister habe er „stets sozialdemokratische Grundsätze, aber auch die nordhessische Region besonders im Blick“ gehabt, betonte Schaub.

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