Start der neuen Serie: So wohnen Kassels Studis

Sein Lebensmittelpunkt ist der Campus: Yazan Rasheed studiert Informatik in Kassel und wohnt seit einem Jahr im Studentenwohnheim auf dem Campus Holländischer Platz. Fotos: Bauer

Kassel. Wohnraum in Kassel ist knapp. In einer Serie stellen wir Formen studentischen Wohnens vor. Yazan Rasheed lebt in einem Wohnheim am Holländischen Platz.

Bett, Schreibtisch, ein kleines Regal, Bad und Küche - alles auf insgesamt 18 Quadratmetern. „Mehr brauche ich nicht“, sagt Yazan Rasheed über seine Wohnung. Seit einem Jahr lebt der Informatikstudent in einem Einzelappartement im Studentenwohnheim an der Nora-Platiel-Straße.

Für das Apartment mit eigenem kleinen Bad und Kochnische zahlt er 250 Euro warm. Das Wohnheim liegt am Bibliotheksvorplatz - mitten auf dem Uni-Campus am Holländischen Platz. Es wird vom Studentenwerk betrieben. „Der Campus hier ist für mich mein Zuhause. An der Uni bin ich erst, wenn ich zur Ing.-Schule fahre“, sagt Yazan Rasheed. Seine Vorlesungen und Seminare finden am Uni-Standort Wilhelmshöher Allee statt. Seit einem Jahr lebt der Syrer in Kassel, in Deutschland ist er seit über vier Jahren.

Insgesamt leben 150 Studierende in dem 30 Jahre alten Backsteingebäude. Rasheed mag das Zusammenleben im Wohnheim: „Ich fühle mich hier wie in einer WG.“ Oft würden sich die Bewohner treffen, zusammen kochen und feiern. Im Sommer ist die sonnige Dachterrasse häufig der Treffpunkt.

Über sein Einzelappartement ist der 23-Jährige trotzdem froh: „Hier kann ich mich zurückziehen und machen, was ich will. Ich störe niemanden, wenn ich auch beim Lernen und Programmieren lauter bin und mich aufrege oder herumlaufe.“

Yazan Rasheed ist nicht nur Bewohner, sondern als Tutor für sein Wohnheim und zwei Weitere auch Ansprechpartner bei Nachbarschaftsproblemen. Die häufigste Beschwerde: Es ist zu laut. „Wir dürfen hier bis 22 Uhr feiern. Ich musste aber schon mehrmals eingreifen, weil es zu lange ging“, sagt er.

Eine Verbesserung für das Wohnheim wünscht sich Yazan Rasheed auch: „Es wäre schön, wenn das W-Lan der Uni bis ins Wohnheim reichen würde“, erklärt er.

Der Trubel auf dem Campus stört ihn hingegen nicht: „Es ist ein schöner Kontrast zu meinen Vorlesungen und dem Programmieren. Da ist es immer sehr ruhig und konzentriert.“ Auf dem Campus sei dafür immer etwas los.

In der nächsten Folge stellen wir einen Studenten vor, der bei seinen Eltern wohnt.

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