Fest zum Ende der Ausstellung Licht(e)wege

Einsatz für den Weinberg - Verein will altes Gewächshaus sichern

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Herrlicher Blick von den Weinbergterrassen: im Vordergrund sind die Reste des früheren Gewächshauses zu sehen. Das Dach soll jetzt gesichert werden.

Südstadt. Was vor zehn Jahren am Weinberg begann, ist noch lange nicht zu Ende. Damals war das Areal noch eine Wildnis mit verfallenen Mauern. Heute kann man sich wieder vorstellen, dass dieses steile Gelände einmal der Vorgarten für Kassels bekannteste Industriellenfamilie, die Henschels, war. Dazu hat unter anderem der Verein „Historischer Weinberg“ beigetragen.

„Wir wollen, dass das Gelände von den Menschen genutzt werden kann“, sagt die Vorsitzende Regula Ohlmeier. Sie freut sich über eine Spende der Kasseler Sparkasse in Höhe von 4000 Euro. Mit dem Geld unterstützt der Verein die Ausstellung Licht(e)wege, die wegen des großen Publikumsinteresses bis zum Sonntag, 28. August, verlängert wurde.

Feier am Samstag

Bereits am Samstag, 27. August, findet nach acht Jahren Pause wieder ein Weinbergfest zum Abschluss der Ausstellung statt. Veranstalter ist die AG Südstadt. Von 15 bis 21 Uhr soll gefeiert werden, mit Einbruch der Dunkelheit kann man sich dann die Lichtkunst der Ausstellung ansehen.

Spende für die Ausstellung: Gartenarchitekt Herwig Thol (von links), die Vereinsvorsitzende Regula Ohlmeier, Markus Hutter (Licht(e)wege) und Ralf Beinhauer (Kasseler Sparkasse).

Für die weitere Sanierung und Entwicklung des Geländes laufen bereits Arbeiten. In Zusammenarbeit mit der kommunalen Arbeitsförderung ist die Stadt dabei, einen barrierefreien Zugang zu schaffen. Unterstützung für den Weinberg gibt es von vielen Seiten. Zur documenta 13 im Jahr 2012 wurden die Terrassen als Ausstellungsflächen genutzt. So rückte der Weinberg erstmals seit Jahrzehnten in den Fokus eines größeren Publikums.

Jetzt steht das nächste schwierige Projekt an. Gemeinsam mit der Stadt will der Verein dafür sorgen, dass das Dach des ehemaligen Gewächshauses gesichert wird. Was später mit dem Gebäude geschieht, ist noch offen. Eine Rekonstruktion wäre zumindest theoretisch möglich. Das 1870 begonnene und 1920 fertiggestellte Gebäude war Kassels erster Stahbetonbau. Der sieht heute kahl und wenig attraktiv aus. Das war einmal anders.

Museum als Ziel

„Früher war das Gewächshaus mit einer heimischen Muschelkalkfassade verkleidet“, sagt Regula Ohlmeier. Die ehemalige Leiterin des Umwelt- und Gartenamtes formuliert als langfristiges Ziel ein Museum für Gartenkultur in dem ehemaligen Gewächshaus. In anderen Städten - zum Beispiel in Düsseldorf - gebe es solche Museen schon. Kassel habe da jede Menge zu bieten. Vom Bergpark über die Karlsaue bis zum Botanischen Garten und dem Aschrottpark habe sich hier Gartenkultur über Jahrhunderte entwickelt.

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