Mit Vorkasse-System zu neuen Ufern

Bioladen „Butterblume“ setzt auf neues Rabattsystem

Neue Ideen für den Bioladen Butterblume an der Frankfurter Straße: Inhaber Michael Schlusche (links) wird mit seinen Plänen ideell unterstützt von der Südstadt-AG. Vorsitzender Harald Doenst findet: „Kleine Geschäfte beleben das Quartier.“ Fotos: Hein

Südstadt. Als sich vor einem halben Jahr das Gerücht verbreitete, der Bioladen Butterblume schließe, war das Erschrecken groß. Jetzt setzt der Laden auf ein Rabattsystem.

„Am laufenden Band kamen besorgte Kunden in den Laden und fragten, was es damit auf sich habe“, erzählt Inhaber Michael Schlusche.

Von Schließen sei zwar keine Rede gewesen, wohl aber davon, den Laden abzugeben, erzählt Schlusche. Dieser Gedanke habe ihn umgetrieben. Das Lebensmittelgeschäft sei für einen Selbstständigen wie ihn nicht einfach und die Konkurrenz stark.

„Wir haben ein Interesse daran, dass diese kleinen Geschäfte erhalten bleiben, die das Quartier beleben und zur Grundversorgung beitragen.“

Jetzt will Schlusche noch einmal durchstarten und mit dem Angebot eines Vorkasse-Systems zu neuen Ufern aufbrechen. Ab sofort können die Kunden sogenannte Genussscheine in einem Gesamtwert von mindestens 100 Euro erwerben. Das ist sozusagen Vorkasse für die folgenden Einkäufe, auf die es dann drei Prozent Rabatt gibt.

Dieses Rabattsystem soll die Kunden binden und gibt dem Einzelhändler Planungssicherheit. Bisher gab es einen 5-Euro-Gutschein, wenn Stammkunden einen Einkaufswert von 500 Euro erreicht hatten. Mit der Arbeitsgemeinschaft der Südstadt hat Schlusche einen Partner an seiner Seite, der ihm beim Entwickeln von neuen Strategien unterstützt.

„Der kleine Lebensmittelladen in der Nähe zur Haltestelle Weinberg ist wichtig für den Stadtteil“, sagt sagt Harald Doenst, der Vorsitzende der AG: „Wir haben ein Interesse daran, dass diese kleinen Geschäfte erhalten bleiben, das Quartier beleben und zur Grundversorgung beitragen.“ Die Butterblume habe zudem die Qualität, dass man sich hier auf eine Tasse Tee oder Kaffee treffen kann.

Viele Stammkunden haben auf die „Genusscheine“ sofort positiv reagiert und beteiligen sich. So auch Südstadtbewohnerin Katharina Janssen. Für sie steht es außer Frage, als Kundin zur Sicherheit ihres Bioladens beizutragen. „Da mache ich mit und profitiere sogar noch davon.“

Die Butterblume bietet auf 180 Quadratmetern Verkaufsfläche ein Lebensmittel-Vollsortiment von Brot über Obst, Gemüse bis hin zu Waschmitteln und Kosmetikartikeln an. Neben Inhaber Michael Schlusche sind zwei Teilzeitkräfte im Geschäft beschäftigt. Auch eine Postfiliale gibt es in der Butterblume.

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