Ziel: Platz rechtzeitig zur documenta 14 öffnen

Lösung für Kasseler Campingplatz rückt näher

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In den 70er Jahren gebaut: Das Gebäude des geschlossenen Campingplatzes „Fulda-Camp“ wurde vor drei Jahren bei einem Brand schwer beschädigt. 

Die Stadt Kassel hat bereits eine große Campinplatzfläche an der Fulda gepachtet. Den Teil des Geländes, der sich noch in Privatbesitz befindet, will die Stadt erwerben.

Die Stadt nähert sich mit großen Schritten einer Lösung für den seit 2013 geschlossenen Campingplatz an der Fulda: Eine wesentliche Fläche des etwa zwei Fußballfelder großen Areals an den Giesewiesen wurde zunächst bis zum Jahr 2028 vom Land Hessen gepachtet. Zudem sei man zuversichtlich, dass es auch mit dem Pachtvertrag für das an die Fulda grenzenden Gelände des Bundes demnächst klappt, sagte Stadtkämmerer Christian Geselle auf HNA-Anfrage. Ziel sei es, den Campingplatz rechtzeitig zur documenta 14 im nächsten Jahr für Kassel-Besucher zu öffnen - zur Not auch erst einmal provisorisch.

„Wir wollen eine schnelle Lösung“, betont Geselle. Daran arbeiteten mit Hochdruck unter anderem das Liegenschaftsamt und auch Kassel Marketing. So würden seit einiger Zeit bereits Gespräche mit möglichen neuen Campingplatzbetreibern geführt.

Um die Pläne für den Campingplatz zu verwirklichen, braucht die Stadt aber noch das dritte und kleinste Puzzleteil des Geländes: den Teil, auf dem das derzeitiges Campingplatzgebäude steht. Und dieses befindet sich im Privatbesitz des ehemaligen Campinplatzbetreibers. Mit ihm versucht die Stadt seit längerer Zeit ins Gespräch zu kommen, um das Gelände erwerben zu können. Die Stadt versuche, ihn an den Tisch zu bekommen, um eine Lösung für den Campingplatz und auch für den benachbarten städtischen Wohnmobilplatz zu finden. Letzterer ist derzeit noch an den ehemaligen Campingplatzbetreiber verpachtet. „Wir hoffen auf seine Gesprächsbereitschaft“, sagt Geselle.

Da für die private Fläche des Betreibers eine Zwangsversteigerung von zwei Hauptgläubigern ansteht, hoffe man, sich mit dem Besitzer des verbleibenden Grundstückes zeitnah einigen zu können.

Denn der Campingplatz sei ein wichtiger Baustein für den Tourismus. So soll langfristig auf dem ehemaligen Fulda-Camp-Gelände, das direkt am am Radfernweg 1 liegt, ein gut ausgebauter Campingplatz entstehen, der unter anderem Gastronomie, Kiosk, moderne Sanitäranlagen, Internetauftritt und Buchungshotline bietet.

Der Campingplatz ist seit einem Brand im März 2013 geschlossen. Dabei wurde das Anfang der 70er Jahre errichtete Gebäude schwer beschädigt. Der Betreiber hatte mehrfach angekündigt, Kassels einzigen Campingplatz wieder öffnen zu wollen. Dies sei wegen der Auseinandersetzung mit der Versicherung um die Regulierung des Schadens gescheitert, gab der Betreiber wiederholt an.

Einzig der benachbarte Wohnmobilplatz ist in Betrieb. Der 1700 Quadratmeter große städtische Stellplatz bietet Wohnmobiltouristen Strom, Frischwasser und eine Entsorgungsmöglichkeit für Abwasser.

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