Überfall auf Sparkasse in Kasseler Südstadt: Täter ist weiter auf der Flucht

Wer kennt diesen Mann: Die Aufnahmen der Überwachungskamera zeigen den Tatverdächtigen. Er trug eine Sonnenbrille und eine rote Baseballkappe. Fotos:  Polizei

Kassel. Die Fahndung nach dem Bankräuber, der am Dienstagmittag die Sparkassenfiliale an der Akademiestraße überfallen hat, ist bislang ohne Erfolg geblieben.

Ein mit einer Pistole bewaffneter Mann hatte die Angestellten bedroht und war mit der Beute geflüchtet. Die Polizei hat bereits kurz nach der Tat Bilder aus der Überwachungskamera veröffentlicht und bittet weiter um Hinweise.

Die Fahndungsbilder

Die Aufnahmen aus der Überwachungskamera der Sparkasse sind allerdings von mäßiger Qualität. Wie kommt das in Zeiten, wo jedes Smartphone gestochen scharfe Bilder macht? Auf Anfrage der HNA sagte Nicola Mütterthies, Sprecherin der Kasseler Sparkasse, lediglich: „Wir erfüllen alle an unser Haus gestellten Sicherheitsauflagen.“ Gemeint sind unter anderem die Anforderungen der Versicherungen. Zu der Details der Sicherheitsvorkehrungen gebe man aber grundsätzliche keine Auskunft.

„Je hochaufgelöster die Aufnahmen sind, desto besser ist es für die Fahndung“, sagte Polizeisprecher Torsten Werner auf Anfrage der HNA. So könnten ein Schriftzug auf der Kleidung oder der Tasche, aber auch individuelle Merkmale im Gesicht mitunter entscheidende Hinweise liefern. Häufig seien solche Details auf den gelieferten Bildern aber nicht zu erkennen. Teilweise habe man es sogar noch mit Schwarz-Weiß-Aufnahmen zu tun. Aus Sicht der Polizei wäre es wünschenswert, wenn Kreditinstitute, Tankstellen und Supermärkte in hochwertige Technik investieren würden.

Der Hubschrauber

Unmittelbar nach dem Überfall hatte die Polizei auch per Hubschrauber nach dem flüchtigen Täter gesucht. Die Polizeihubschrauber seien mit speziellen Kameras ausgestattet, die wackelfreie und hochaufgelöste Bilder liefern. „Auch aus großer Höhe kann man Personen sehr genau erkennen, fast bis auf die Haarspitzen scharf“, sagt Werner. Da eine genaue Beschreibung des Täters vorgelegen habe, sei der Einsatz des Hubschraubers zur Fahnung vielversprechend gewesen. Die Mütze möge der Täter schnell abgezogen habe, den grauen Pullover möglicherweise nicht. Nach grau gekleideten Personen könne man aus der Luft gezielt suchen.

Auch Grünflächen wie die nahegelegene Aue könne man aus der Luft schneller überblicken. „Wenn da einer entlangsprintet, fällt das sofort auf“, so der Polizeisprecher. Zudem wäre der Hubschrauber sofort einsetzbar gewesen, wenn Hinweise auf ein Fluchtfahrzege hinzugekommen wären.

Der Ermittlungsstand

Wie der Täter entkommen ist und ob er dabei ein Fahrzeug benutzt hat, ist bisher unklar. „Eine heiße Spur fehlt leider“, sagt Werner. Für die Ermittlungen sei man weiterhin auch auf Hinweise von Zeugen angewiesen.

Hinweise: Tel. 0561/91 00.

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