Bis zu 2000 Autos am Tag

Verkehr nervt Anwohner: Menzelstraße ist durch Sperrung viel befahren

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Schleichverkehr parallel zur Frankfurter Straße: Durch die Menzelstraße/Landaustraß/ An der Karlsaue - unser Foto geht in Blickrichtung stadtauswärts – wälzt sich zu den Stoßzeiten der Verkehr.

Südstadt. Weil die Ludwig-Mond-Straße zurzeit stadteinwärts gesperrt ist, wälzt sich täglich der Ausweichverkehr über die Menzelstraße und die Landaustraße. Messungen haben ergeben, dass hier jetzt 2000 Autos am Tag fahren, wo früher 1200 gezählt wurden.

Das hohe Verkehrsaufkommen auf der ausgewiesenen Fahrradstraße war Thema während der jüngsten Ortsbeiratssitzung in der Südstadt. Trotz eines heißen Fußballabends waren viele Stadtteilbewohner, vor allem Anwohner der Menzelstraße und Landaustraße, zur Sitzung in der Kunsthochschule gekommen.

Eltern mit Kindern in den Kitas Landaustraße und Menzelstraße sowie Anwohner hatten bereits in der Vergangenheit mehrfach protestiert und auf die hohe Gefährdung für Fußgänger und Radfahrer hingewiesen. Als Ortsvorsteherin Kerstin Sariç (Grüne) ihre Vorschläge für eine Verkehrsberuhigung anhand einer Zeichnung der Straßensituation vortrug, fiel ihr sofort der Sozialdemokrat Heinz Körner ins Wort. Der Grund: Sie dachte laut darüber nach, wie es aussehen könnte, wenn die Menzelstraße ab Höhe Akademiestraße für ein kurzes Stück zur Einbahnstraße würde und damit für den stadteinwärts fahrenden Verkehr gesperrt sei. Das Ziel mancher Autofahrer, die Frankfurter Straße zu vermeiden, um so schneller voranzukommen, sei damit durchkreuzt. Sariç hatte den Vorschlag von anwesenden Anwohnern, unter anderem von Volker Plock, aufgenommen.

Eine ähnliche temporäre Verkehrsberuhigung hatte es dort während des Hessentags vor drei Jahren gegeben. Diese Regelung war vielen Anwohner noch in guter Erinnerung.

Das Stichwort Einbahnstraße rief Körner sowie die CDU-Mitglieder des Ortsbeirats, Thomas Geiser und Jutta Gonnermann, auf den Plan: Eine Einbahnstraßenregelung sei nicht durchsetzbar, das sei in der Vergangenheit bereits Thema im Ortsbeirat gewesen und von städtischen Experten negativ beschieden worden, so die aufgeregt vorgetragenen Argumente. „Die Baustelle auf der Ludwig-Mond-Straße ist im Februar beendet, dann wird sich die Verkehrssituation wieder beruhigen“, meinte Thomas Geiser.

Sariç hatte ihre Gedanken noch nicht zu Ende formuliert, als Körner in die Versammlung hineinrief, dass er darüber abstimmen wolle, dieses Thema nicht weiter zu behandeln. Das traf allerdings auf wenig Gegenliebe bei den anwesenden Anwohnern. „Wir können die Situation, und sei sie auch nur temporär, so jedenfalls nicht hinnehmen“, meinte Lutz Scharla. Alle Möglichkeiten zur Abhilfe müssten besprochen werden.

Aus diesem Grund schlug Ortsvorsteherin Sariç vor, sich möglichst bald erneut zu treffen, um mit vielen Bürgern aber auch mit Vertretern der Straßenverkehrsbehörde zu beraten. Als Termin einigten sich die Ortsbeiratsmitglieder auf Dienstag, 12. Juli, 19 Uhr. Die Parksituation an der Akademiestraße soll dann ebenfalls erläutert werden. Der Sitzungsort wird noch bekannt gegeben.

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