Hochprozentiges in den Messehallen

Whisky im Selbsttest: Von „geschmeidig“ bis „schwer zu schlucken“ 

Schmeckt je nach Region anders: Praktikant Serdar Arslan probiert beim Whisky-Tasting bei der Frühjahrs-Ausstellung verschiedene Sorten. Foto: C. Hartung

Kassel. Whisky kennen die meisten Menschen. Manche mögen ihn, manche nicht. Wirklich schätzen lernt man ihn in Schottland, das wissen Aengus MacLeod und seine Frau Louis MacLeod. Die beiden bieten bei der diesjährigen Frühjahrs-Ausstellung eine Whisky-Probe an. Die HNA hat mitgetestet.

Die Unterschiede des Whiskys liegen in der regionalen Zubereitung, lernen die Besucher am Stand. Diejenigen Whiskys, die aus dem Süden kommen, gelten als tendenziell mild. Nach Norden hin werden sie herber. Das riecht man schon vor dem Genuss und wird auch beim Probieren bestätigt.

Den Anfang des Tastings macht der „Loch Lomond“, ein südlicher Whisky mit angenehm mildem Abgang. Der Geschmack ist weich und geschmeidig. „The Ardmore“, ein Whisky aus der Mitte Schottlands, ist wesentlich herber und hat zudem ein rauchiges Aroma. Der „Oban“ jedoch, ein Whisky aus der westlichen Ecke des Festlandes, ist besonders trocken im Abgang und beweist, wie unterschiedlich Whiskys schmecken können. Im Gegensatz zu den ersten beiden fällt einem das Schlucken schwer. Ein unangenehm kratziges Gefühl breitet sich im Hals aus.

Der Geschmack des Whiskys hängt jedoch nicht nur von der prozentualen Menge an Alkohol ab, sondern von seiner Zubereitung. Beispielsweise vom Wasser, das regional gewonnen wird, oder von den Fässern, in denen der Alkohol gelagert wird. Vor allem die Lagerung ist meist ausschlaggebend.

Neben der regional unterschiedlichen Zubereitung gibt es in Schottland natürlich auch Trinkgewohnheiten. Das Whiskyglas ist etwas kleiner als ein Weinglas und wird nach oben hin schmaler, damit sich der Geruch sammeln kann. Beim Trinken wird das Glas zwischen vier Fingern gehalten, die andere Hand soll das Glas wärmen. Nachdem der Geruch intensiv eingeatmet wird, trinkt man einen Schluck.

Der Whisky spielt eine große Rolle im Leben der MacLeods. Es beginnt mit einem Motorradurlaub 1986 in Schottland. Sie landen auf einem kleinen Campingplatz, wo sie einem Clan mit Namen MacLeod das erste Mal begegnen. Mit der Zeit sind sie öfter in Schottland, bald folgt der Eintritt in den Clan. Seit 19 Jahren organisieren die beiden, die in Marburg wohnen, Mittelaltermärkte in Deutschland. Prost! Oder wie es die MacLeods sagen: „Slainté!“

Das Whisky-Tasting kostet 12 Euro.

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren: Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.