Umsetzung in Millionenöhe am Standort am Glockenbruchweg

Aldi baut in Süsterfeld/Helleböhn: Neuer, moderner Markt mit mehr Parkplätzen

Kassel. Schmale Gänge, schlichte Architektur und eine Gebäudetechnik, die sich auf das nötigste beschränkt. Das waren lange Zeit Kennzeichen von Aldi-Märkten.

Von diesem Image will der marktführende Discounter offensichtlich weg: Nächstes Jahr will Aldi-Nord am Standort seines bisherigen Markts am Glockenbruchweg im Kasseler Stadtteil Süsterfeld/Helleböhn mit Millionenaufwand ein modernes, architektonisch wie technisch anspruchsvolles Lebensmittelgeschäft errichten.

Der neue Markt könnte rechtzeitig zum Auftakt des Weihnachtsgeschäfts im kommenden Jahr seine Türen öffnen. Während der Bauzeit soll der Verkauf an einer Stelle in der Nähe weitergehen, vermutlich in einem Zeltbau. Marc-Till Kampermann von der Aldi-Immobilienverwaltung stellte das Projekt in der Sitzung des Ortsbeirats Süsterfeld/Helleböhn vor.

Hier wird neu gebaut.

Vor allem der Plan von Aldi, die nur rund sechs Meter breite Einfahrt von der Leuschnerstraße zum Aldi-Parkplatz auf zehn Meter zu verbreitern, stieß auf Beifall. Dort gibt es immer wieder gefährliche Situationen, wenn ein- und ausfahrende Pkw versuchen, aneinander vorbeizukommen. Auch auf dem Parkplatz, der bisher über 72 Stellplätze verfügt, will Aldi nach den Worten von Kampermann für mehr Komfort und Sicherheit sorgen: Deren Zahl steigt auf 84, die Fahrgassen werden deutlich breiter, Sackgassen verschwinden und die Kunden müssen nicht mehr direkt vor dem Eingang zum Markt herumkurven.

Neubau mit Flachdach 

Der alte, 2001 gebaute Markt werde abgerissen, kündigte Kampermann an. Stattdessen errichtet Aldi ein Gebäude mit Flachdach, das mehr Licht und Platz zwischen den Verkaufsregalen verspricht. Dafür sollen rundumlaufende Oberlichter, eine um 50 Zentimeter höhere Decke und bodentiefe Schaufenster sorgen. Mit einem neuartigen Energiekonzept habe sich Aldi der Nachhaltigkeit verschrieben, sagte Kampermann. Der neue Markt nutzt zum Heizen die Abwärme der Kühlregale und eine Luft-Wärme-Pumpe. Eine Photovoltaik-Anlage liefert den Strom. „Wir wollen 70 Prozent unseres Energiebedarfs selbst decken“, erklärte Kampermann.

Aldi hat das benachbarte Grundstück der Johanniter-Unfallhilfe dazugekauft, um das Projekt verwirklichen zu können. Es bleibe noch Platz für eine spätere Erweiterung, sagte Kampermann. Leider bestehe derzeit wegen der Beschränkungen der Stadt Kassel keine Chance, eine wesentlich größere Verkaufsfläche zu schaffen. Diese wächst nur um 50 auf dann 800 Quadratmeter.

Der Ortsbeirat kritisierte, dass die Anlieferung weiterhin über den Brücken- und den Glockenbruchweg erfolgen soll. Das Quartier dort sei schon jetzt stark vom Lkw-Verkehr belastet.

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