Das Gymnasium der SIS wächst

Bauarbeiten an der Internationalen Schule in Kassel gehen voran 

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Blick aus dem Klassenzimmer: Anna und Nikita schauen in den Innenhof der Schule, den künftigen Pausenhof. 

Kassel. Die Arbeiten für den Anbau und die Turnhalle an der Swiss International School (SIS)auf der Marbachshöhe gehen voran. Der Rohbau ist fast fertig. 

Je mehr der Anbau in die Höhe wächst, desto größer wird die Spannung bei den Viertklässlern der Internationalen Schule auf der Marbachshöhe. Seit Monaten können sie direkt aus ihrem Klassenzimmer verfolgen, wie die Erweiterung des Schulgebäudes Gestalt annimmt. Inzwischen ist ist der Rohbau schon fast fertig.

Die Swiss International School (SIS), die 2014 in Kassel als Grundschule an den Start gegangen ist, wird zum Gymnasium erweitert – mit zweisprachigem Unterricht bis zum Abitur. Viele der Viertklässler werden es ab nächsten Sommer als die ersten Fünftklässler mit eröffnen. „Das ist schon aufregend“, sagt die neunjährige Lindsey.

Sie und ihre Klassenkameraden durften jetzt bei einem Rundgang über die Baustelle den Architekten Bruno Louis mit Fragen löchern. Wie viele Menschen arbeiten auf der Baustelle, wollten die Kinder wissen. Wohin kommt der Pausenhof? Ist die Turnhalle nur für uns? Und: Was ist, wenn alles einstürzt?

Die Angst, dass die neue Schule zusammenkracht, konnte der Kasseler Architekt vom Büro KSL Louis den Schülern nehmen. Er erklärte ihnen auch, dass der Beton mit Stahlstäben, der Bewehrung, verstärkt wird. Bis zu 20 Bauarbeiter sorgen derzeit dafür, dass der Neubau im Zeitplan bleibt. Zehn Millionen Euro kostet die Erweiterung der Privatschule. Bis zum Sommer muss alles fertig sein.

Auch eine eigene Turnhalle bekommt die Schule. Für die Ein-Feld-Halle gebe es bereits Nutzungsanfragen aus benachbarten Kindergärten und Schulen, verriet Schulleiter Sebastian Koch seinen neugierigen Viertklässlern. Auch die SIS war für den Sportunterricht anderswo zu Gast: in der Turnhalle am nahegelegenen Wilhelmsgymnasium.

Das erweiterte Schulgebäude bietet Platz für bis zu 500 Schüler. Es ist für eine zweizügige Grundschule (zwei Klassen pro Jahrgang) und ein einzügiges Gymnasium ausgelegt. Das große Schulhaus wird sich allerdings erst langsam füllen: Das Gymnasium startet nach den Sommerferien 2017 zunächst mit einer 5. Klasse und wird dann jedes Jahr um einen Jahrgang wachsen bis zur 12. Klasse. „Sind wir dann immer die Ältesten auf der Schule?“, fragte die künftige Fünftklässlerin Anna und quittierte diese Aussicht mit einem begeisterten: „Yeah!“

In dem Neubau werden neben den Klassenräumen auch ein Kunstatelier, ein Fachraum für Naturwissenschaften und eine Mediathek eingereicht. Im Erdgeschoss wird eine größere Mensa mit eigener kleiner Küche eingerichtet. Das Mittagessen soll zwar weiter geliefert werden, so Schulleiter Koch, kann dann aber direkt in der Schule warm gemacht werden. Der große Speisesaal wird zudem auch als Schulaula dienen. Dort werden dann, wenn alles gut geht, 2026 die ersten Abiturienten der SIS ihre Zeugnisse in Empfang nehmen.

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