Bald Baustart in Helleböhn

GWH baut für 13,5 Millionen Euro neun Häuser mit 94 Sozialwohnungen

Wohnpark Helleböhn: Eingangsbereich an der Ecke Leuschnerstraße / Eugen-Richter-Straße. In diesem Wohnquartier will die GWH in neun Häusern 94 neue Sozialwohnungen bauen, die in drei Jahren fertiggestellt sein sollen. Foto: Koch

Süsterfeld / Helleböhn. Die Planung ist abgeschlossen, jetzt soll gebaut werden: In Helleböhn entstehen bald 94 neue Sozialwohnungen.

Die Kaltmiete wird nach Angaben der Wohnungsgesellschaft Hessen (GWH) bei 6,40 bis 6,50 Euro pro Quadratmeter liegen. Zum Vergleich: In Kassel kostet eine ungeförderte Neubauwohnung inzwischen ab zehn Euro Miete pro Quadratmeter.

Gebaut werden die neun neuen Häuser auf den Freiflächen zwischen den bestehenden Gebäuden im Wohnpark Helleböhn, der zwischen Eugen-Richter- sowie Leuschnerstraße und Heinrich-Schütz-Allee liegt. Die GWH investiert 13,5 Millionen Euro, sagt der Kasseler Bereichsleiter Christian Wedler, der Sozialwohnungsbau wird von der Stadt gefördert. Mit der Baugenehmigung aus dem Rathaus werde in Kürze gerechnet.

Ursprünglich wollte die GWH schon ab Frühjahr im Wohnpark Helleböhn bauen, doch Planung und Genehmigungsverfahren sind aufwendiger als zunächst gedacht. Geschaffen werden vor allem stark nachgefragte kleinere Wohnungen zum Beispiel für Senioren und Studenten, aber auch größere Vier- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen für Familien. Solche großen Wohnungen und dazu kleine Apartments seien genau die Wohnungen, die in Kassel fehlen würden, erklärt Wedler. Die 94 Wohnungen verfügen über insgesamt 5634 Quadratmeter Wohnfläche.

Acht der geplanten mehrstöckigen Häuser bekommen Aufzugsanlagen und werden barrierearm erstellt. Nur in einem Neubau lässt sich kein Fahrstuhl unterbringen.

Bei einem Baustart im Sommer wäre das erste neue Mietshaus in Helleböhn zum Jahresende 2017 bezugsfertig. Die neun Gebäude sollen nach und nach entstehen, in zweieinhalb bis drei Jahren soll alles fertig sein, sagt Wedler. Gleichzeitig werde an Plänen für weitere Neubauten in den Stadtteilen Vorderer Westen, Niederzwehren, Fasanenhof sowie Brückenhof gearbeitet. Dort könnten bis zu 150 weitere neue Sozialwohnungen entstehen. Gebaut wird von der GWH demnächst auch in Baunatal. Dort entsteht im Bereich der 500 Wohnungen, die im Jahr 2014 von der Gagfah am Baunsberg übernommen worden waren, zunächst ein 4,3 Millionen Euro teurer Neubau mit 26 Sozialwohnungen an der Birkenallee. Auch am Baunsberg sei zwischen den bestehenden Mehrfamilienhäusern genügend Platz für weitere Neubauten, sagt Wedler. Es gebe dort ein Potenzial für bis zu 200 neue Wohnungen.

Die GWH vermietet in Kassel rund 5500 und in Baunatal, Lohfelden und Vellmar weitere 2000 Wohnungen. Das Ziel ist ein Bestand von insgesamt 8500 Wohnungen.

Um Sozialwohnungen beziehen zu können, brauchen die Mieter einen Wohnberechtigungsschein. Den gibt es nur bei geringem Einkommen.

Hintergrund: GWH vermietet rund 48 500 Wohnungen

Die GWH Immobilien Holding ist eine Tochtergesellschaft der Landesbank Hessen-Thüringen und bündelt deren wohnungswirtschaftliche Aktivitäten. Das Unternehmen verfügt über insgesamt 48.500 Mietwohnungen in den Regionen Kassel, Marburg-Gießen und Rhein-Main sowie in Thüringen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Die GWH bietet mehr als 120.000 Menschen ein Dach über dem Kopf. Das Geschäftsgebiet der Kasseler Geschäftsstelle an der Kölnischen Straße 4 mit 90 Mitarbeitern erstreckt sich bis nach Marburg, Gießen und Fulda. Insgesamt wird von Kassel aus ein Bestand von 12.500 Wohnungen verwaltet.

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