documenta urbana: Ortsbeirat fordert Abhilfe

LED-Lampen an der Straße blenden: Anwohner sind sauer

Modern und strahlend hell: Die neuen LED-Lampen in der Wohnsiedlung documenta urbana (hier die Hermann-Mattern-Straße) sorgen nicht nur für mehr Sicherheit, das helle Licht blendet die Anwohner auch. Foto:  Fischer

Süsterfeld/ Helleböhn. Die städtebauliche Strahlkraft der Wohnsiedlung documenta urbana ist unbestritten. Dass es grell in Schlafräume, Kinderzimmer und auf Terrassen leuchtet, finden die Bewohner indes sehr störend.

Auf diesem Problem machte Wolfgang Schwieder (SPD) einmal mehr bei der Sitzung des Ortsbeirats Süsterfeld-Helleböhn aufmerksam. Grund dafür seien neue LED-Leuchten, die im vergangenen Jahr installiert worden waren und ihr sehr helles Licht in einem viel zu hohem Winkel abgeben, wie Schwieder anhand einer Zeichnung demonstrierte.

Das Gremium folgte deshalb einstimmig seinem Antrag mit der Aufforderung an die Verantwortlichen im Rathaus beziehungsweise bei den Städtischen Werken, umgehend für eine Modifikatin der Leuchten zu sorgen, damit die angrenzenden Grundstücke nicht weiter durch unnötiges Licht belästigt werden. Das gleißende grelle Licht strahle derzeit bis über die ersten Obergeschosse hinaus und werde selbst in weiter entfernteren Häusern noch als störend und blendend empfunden.

Durch den Einbau eines Zylinders könne man den Abstrahlwinkel des Lichts verändern, Im Gebiet der Baumgartenstraße in Kirchditmold, wo es die gleichen Anwohnerbeschwerden gegeben habe, seien die Lampen entsprechend nachgerüstet worden – ohne dabei die Anwohner weiter finanziell zu belasten.

Den Bewohnern der Hermann-Mattern-Straße, Heinrich-Tessenow-Straße und Heinrich-Lauterbach-Straße sei eine solche Modifikation indes für einen Anwohnerbeitrag von je 100 Euro angeboten worden. Es könne von den Anwohnern jedoch weder verlangt werden, dass sie ein zweites Mal für die neuen Straßenlaternen zur Kasse gebeten werden oder dass sie Veränderungen an ihren Häusern oder Grundstücken vornehmen, um sich vor dem hellen Licht zu schützen.

Der Ortsbeirat beschäftigte sich auch mit dem Panoramaweg Döncherand, der seit dem vergangenen Jahr dankenswerterweise viermal im Jahr von Mitarbeitern des Umwelt- und Gartenamtes freigeschnitten werde. Jedoch sei der Weg in mehreren Abschnitten so schmal geworden, dass dort nur noch eine Person in eine Richtung laufen kann und zum Ausweichen der Weg verlassen werden müsse. Deshalb sprechen sich die Stadtteilvertreter einstimmig dafür aus, die ursprüngliche Breite des Weges wieder herzustellen und zu erhalten.

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