Neben Ferch: Schauspieler Kirchhoff und Cieslinski haben zugesagt

Thriller aus Kassel wird eine „Hommage an die Stadt“

Kassel. Die renommierten Schauspieler Heino Ferch, Peter Cieslinski und Corinna Kirchhoff haben für den Thriller made in Kassel, der 2017 gedreht werden soll, zugesagt.

Kommissar Frank Haber ist gerade erst von einer anstrengenden Zwölf-Stunden-Schicht nach Hause gekommen, als er den Anruf bekommt: Eine Frau ist bei der Polizei aufgekreuzt und behauptet, einen Menschen in einer luftdichten Truhe eingesperrt zu haben, in der dieser acht Stunden überleben kann. Die Frau verlangt, dass sie von dem Entführungsspezialisten Haber verhört wird.

„Es beginnt zwischen den beiden ein Katz-und-Maus-Spiel, wie man es aus dem Film ,Das Schweigen der Lämmer‘ kennt“, sagt Stefan Venator. Der Autor und Redakteur aus Kassel hat das Drehbuch für diesen Thriller, für den die ersten Szenen bereits im Dezember dieses Jahres gedreht werden sollen, geschrieben. Der Hauptdreh finde aber im Februar 2017 statt, sagt Venator, der mit seiner Frau und seinem elfjährigen Sohn in Harleshausen lebt.

Das Verhör zwischen dem Kommissar, der von Heino Ferch gespielt wird, und der Verdächtigen (die Rolle ist noch nicht besetzt) wird im Mittelpunkt des Filmes stehen, sagt Venator. Beim Training auf dem Crosstrainer im Deltha-Fitness-Club in Ahnatal habe er über ein Jahr lang seinen Gedanken freien Lauf gelassen und die Geschichte in seinem Kopf entwickelt, sagt der 55-Jährige. Anschließend habe er das 90-seitige Drehbuch geschrieben.

Im Laufe des Verhörs erfährt der Kommissar, dass die Entführerin private Details aus seinem Leben kennt. Irgendwann offenbart sie auch, wen sie in die Truhe gesteckt hat. Für den Kommissar beginne ein Albtraum und der Lauf gegen die Zeit, erzählt Venator über die Geschichte.

Einige Szenen (Rückblenden) spielten auch im Kassel der 1980er-Jahre, erzählt der Autor. Dafür sei das Team bereits auf der Suche nach einer Straße mit geeigneter Kulisse. Zudem sollen Szenen auf einem Kasseler Friedhof, in einem Krankenhaus und am Kulturbahnhof gedreht werden.

Zudem planen Venators Firma venatorfilm und sein Koproduzent 24frames, mehrere Luftaufnahmen von Kassel in dem Thriller zu zeigen, die es bislang so noch nicht gegeben habe. Der Film sei auch eine „Hommage an diese Stadt mit ihren wunderschönen Kulissen“, sagt Venator. Er geht davon aus, dass die Menschen in Kassel es gut finden, dass ihre Stadt wieder Schauplatz eines Kinofilms wird.

Auch bei der Besetzung der Rollen versuchen Venator und Wieder Schauspieler mit Bezug zu Kassel zu engagieren. Fest steht zum Beispiel, dass der Schauspieler Peter Cieslinski, der lange Zeit am Staatstheater Kassel engagiert war und zuletzt in „Meine Tochter Anne Frank“ zu sehen war, mitspiele, sagt Venator. Mit weiteren Künstlern aus Kassel seien Castings geplant.

Zudem habe die Schauspielerin Corinna Kirchhoff zugesagt, eine tragende Rolle zu übernehmen. Die Deutschlandpremiere des Thrillers, der im Herbst 2017 in die Kinos kommen soll, ist natürlich auch für Kassel geplant.

Weitere Informationen zu dem Kassel-Thriller gibt es unter diedunklenacht.de

Zur Person 

Stefan Venator (55) wurde zwar in Kassel geboren, verbrachte aber die ersten 25 Jahre seines Lebens in Südniedersachsen. Er studierte zunächst in Göttingen Germanistik, Politik und Publizistik und wechselte 1985 an die Gesamthochschule nach Kassel. Seitdem lebt er auch hier. Venator arbeitete als Reporter für die Nachrichten- und Wissenschaftsredaktionen von Sat.1 und Pro Sieben. Seit Ende der 90er-Jahre arbeitet er verstärkt als Autor und Redakteur für den Hessischen Rundfunk und die ARD. Venator lebt mit seiner Familie, Frau und Sohn, in Harleshausen.

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