Sie durchschauten den Enkeltrick

Trickbetrüger scheiterten an fünf Kasseler Senioren

Kassel. Fünf Senioren aus Kassel haben am Donnerstag Anrufe von Trickbetrügern erhalten, die sich als ihre Angehörigen ausgaben und aufgrund finanzieller Schwierigkeiten um größere Geldsummen baten. Dabei scheiterten die Täter jedoch an den misstrauisch gewordenen Rentnern.

Nach Angaben von Polizeisprecher Matthias Mänz versuchten die Betrüger ihr Glück am Telefon zwischen 10.30 und 14.10 Uhr bei Rentnern im Memelweg, der Nürnberger Straße, der Ortelsburger Straße und Im Ährenfeld. Dabei hätten sie den Angerufenen jeweils vermitteln wollen, dass es sich bei ihnen um Cousin, Cousine oder Neffen handelt, die aufgrund finanzieller Schwierigkeiten dringend Geld benötigen würden. Vier Opfer hätten jedoch schnell durchschaut, dass die Anrufer Betrüger sind und die Polizei alarmiert.

Nicht gleich beim ersten Anruf durchschaute eine 75-jährige Frau aus Bad Wilhelmshöhe die Betrugsmasche. Sie habe zunächst angenommen, dass es sich bei der gegen 15.15 Uhr anrufenden Frau, tatsächlich um ihre Cousine handelt. Da die vermeintliche Verwandte zum Abwenden einer drohenden Zwangsauktion dringend Geld benötigen würde, holte die hilfsbereite Rentnerin 45.000 Euro von ihrer Bank.

Frau wurde misstrauisch

Die Frau wurde anschließend dann doch misstrauisch, als sich ein angeblicher Polizist bei ihr meldete. Er sei von ihrer Bank informiert worden, dass sie eine große Summe Geld abgehoben habe. Da sie jedoch von Betrügern angerufen worden sei, wolle man diese nun festnehmen. Dazu brauche man nun für eine fingierte Übergabe das Geld, das ein Zivilpolizist in Kürze abholen werde.

Die 75-Jährige alarmierte daraufhin die echte Polizei. Die war kurz zuvor tatsächlich von den misstrauisch gewordenen Angestellten ihrer Bank verständigt worden, sodass sich bereits Beamte auf dem Weg zur 75-Jährigen befanden, um sie vor dem Verlust ihres Geldes an die Betrüger zu bewahren. Da die Seniorin nun erheblich verunsichert war, begleiteten sie anschließend echte Polizisten zu ihrer Bank, wo sie die 45 000 Euro wieder auf ihr Konto einzahlte.

Die Betrüger hatten offenbar im letzten Telefonat mit der 75-Jährigen bemerkt, dass diese die Betrugsmasche durchschaut hatte und sich am gestrigen Tag nicht mehr bei ihr gemeldet. 

Hinweise: Tel. 05 61/9100

Rubriklistenbild: © dpa

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren: Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.