Ordnungsamt geht gegen Auswüchse der Drogen- und Trinkerszene vor

Trinkerszene auf dem Friedrichsplatz: Jetzt wird ganztägig kontrolliert

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Stadt zeigt Präsenz auf dem Friedrichsplatz: Seit Dienstag sind Streifen des Kasseler Ordnungsamts werktäglich von 9 Uhr bis Geschäftsschluss vor Ort.

Kassel. Die Stadt Kassel ist aktiv geworden nach anhaltender Kritik an den Zuständen auf dem Friedrichsplatz, wo es aus Versammlungen der Drogen- und Trinkerszene heraus immer wieder zu Belästigungen und Verunreinigungen kommt:

Seit Dienstag sind ganztägig zwei städtische Ordnungspolizisten auf dem Friedrichsplatz, um Präsenz zu zeigen und bei Verstößen einzugreifen. Das teilte die Pressestelle im Rathaus mit. 

Die Kontrolleure seien jeden Werktag von 9 Uhr bis Ladenschluss vor Ort, sagte Stadtsprecher Sascha Stiebing. Seit Abschluss der Wehlheider Kirmes habe das Ordnungsamt bis auf weiteres die personellen Kapazitäten dafür. In einem am Montag erschienenen HNA-Interview hatte Oberbürgermeister Bertram Hilgen mit Blick auf die Lage am Friedrichsplatz angekündigt, die Zahl der städtischen Ordnungspolizisten solle von derzeit zwölf auf 16 erhöht werden.

„Ganz toll“ findet die städtische Initiative der Königs-Galerie-Betreiber Gerhard Jochinger, der auch Geschäftsführer der Kasseler Parkhausgesellschaft ist. Immer wieder hat Jochinger auf die nach seinen Worten unerträglichen Zustände durch Urin und andere Exkremente in den Tiefgaragenzugängen hingewiesen und mehr städtische Kontrollen und Sanktionen gefordert.

Dass das Ordnungsamt nun auf dem Friedrichsplatz ständig Flagge zeige, sei „der richtige Weg“ und werde viel Zustimmung bei Innenstadtpassanten und geschäftlichen Anrainern finden, sagte Jochinger. Er selbst sei darüber außerordentlich erfreut.

Ähnlich äußerte sich gegenüber der HNA Sinn-Leffers-Geschäftsleiterin Lydia Ostwald. Der historische Portikus an der Seite ihres Modehauses ist vor allem bei schlechtem Wetter ein Brennpunkt der Drogen- und Trinkerszene. „Es wäre wirklich großartig, wenn sich jetzt etwas zum Besseren ändert“, sagte Ostwald.

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